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Netanjahu forderte Entlassung Heusgens

Hamburg. Im Skandal um deutsche U-Boot-Lieferungen an Israel sind nicht allein Bestechungsgelder geflossen. Am Donnerstag enthüllte das ARD-Magazin »Panorama« ein brisantes Detail, wonach der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu von der damaligen Bundesregierung die Entlassung von Christoph Heusgengefordert haben soll, seinerzeit außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Grund für die Forderung sei gewesen, dass Heusgen den U-Boot-Deal an Bedingungen knüpfen wollte: Israels Regierung sollte im Gegenzug auf einen weiteren Siedlungsbau in der besetzten Westsbank verzichten und endlich auch die Gründung eines eigenen Staates Palästina zulassen.

Zwar gab Merkel Netanjahus Forderung, Heusgen zu feuern, nicht nach. Der heutige Leiter der Münchner »Sicherheitskonferenz« blieb bis 2017 Berater der Kanzlerin und wurde dann zunächst UN-Botschafter Deutschlands. Dennoch zeigte der israelische Vorstoß Wirkung. Denn Israel erhielt die U-Boote und auch mehrere Kriegsschiffe, die dann gegen Gaza eingesetzt wurden, ohne dass es den Palästinensern auch nur ein Haarbreit entgegenkommen musste. Zu allem Überfluss wurden die Unterseeboote auch noch zu einem guten Teil aus dem deutschen Haushalt finanziert. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.07.2025, Seite 7, Ausland

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