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Abschiebungen: Dobrindt will Kontakt mit Taliban

Berlin. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) strebt direkte Gespräche mit der Taliban-Regierung in Afghanistan an, um Abschiebungen in das Land zu erleichtern. »Nach wie vor braucht es Dritte, um Gespräche mit Afghanistan zu führen. Eine Dauerlösung darf das so nicht bleiben«, sagte der CSU-Politiker dem Magazin Focus. Ihm schwebe vor, dass »wir direkt mit Afghanistan Vereinbarungen treffen, um Rückführungen zu ermöglichen«. Seit der Machtübernahme durch die Taliban 2021 gab es mit einer Ausnahme im August 2024 aus Deutschland keine Abschiebungen nach Afghanistan mehr. Auch Syrien sei eine »ungelöste Herausforderung« bei »Rückführungen«, wie Dobrindt weiter sagte. Um Abschiebungen dorthin zu ermöglichen, hatte bereits die damalige Innenministerin Nancy Faeser (SPD) Kontakt zur neuen islamistischen Regierung aufgenommen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2025, Seite 1, Inland

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