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27.06.20251 Leserbrief
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HU : Hausverbot für jW-Journalisten
Berlin. Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat einem jW-Journalisten Hausverbot erteilt. Der Betroffene habe sich am 16. April an einer Besetzung eines Hörsaals beteiligt, erklärte die HU in einem Schreiben, das jW am Donnerstag vorlag. Rund 80 Personen sollen demnach Schäden im Wert von 200.000 Euro verursacht haben. Im Hörsaal könne vorerst nicht gelehrt werden. Dem Journalisten wird schließlich vorgeworfen, »in ganz erheblichem Maße wichtige öffentliche Interessen bei der Verwirklichung des universitären Einrichtungszwecks beeinträchtigt« zu haben. Das Hausverbot gilt laut Schreiben zum 31. Juli 2028 für »sämtliche« Liegenschaften der HU. Tatsächlich war der jW-Journalist sichtbar als Pressevertreter gekennzeichnet vor Ort, um über die Besetzung zu berichten. (jW)
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B.S. aus Ammerland 26. Juni 2025 um 23:39 UhrWen interessiert Recht und Gesetz an den Unis noch? Donald, der Große Blonde mit der schlechten Frisur, macht es vor und die Leitung von Unis machen es nach. Einschüchtern und manipulieren ist das Motto, und keinen scheint das zu interessieren. Aus dem Land der »Dichter und Denker ist wieder das Land der Richter und Henker gemacht worden«!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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