-
26.06.2025
- → Ausland
Kirgistan: Weniger Russisch per Gesetz
Bischkek. Die ehemalige Sowjetrepublik Kirgistan hat am Mittwoch ein Gesetz zur Stärkung von Kirgisisch gegenüber Russisch als Sprache verabschiedet. Nach dem neuen Gesetz müssen mindestens 60 Prozent der Inhalte im Fernsehen und Radio in kirgisischer Sprache sein. Ortsnamen müssen in kirgisischer Sprache geschrieben werden, und kirgisischer Text in Werbung muss größer sein als russischer. Beamte, darunter Richter und Staatsanwälte, müssen laut dem neuen Gesetz die kirgisische Sprache beherrschen. Etwa 80 Prozent der sieben Millionen Menschen im Land sprechen Russisch und nutzen die Sprache im Alltag. Sowohl Kirgisisch als auch Russisch sind in Kirgistan Amtssprachen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!