11.01.2025
Literatur
Weber ohne Aufstand
Gewebt, gewirkt, getuftet: Marc Lunghuß’ konsequent autofiktionales Romandebüt »Am Boden«
Von Aljoscha Weskott
Um sich dem Leben eines Paares in einer Pariser Wohnung zu nähern, eröffnet Georges Perec seinen Roman »Die Dinge« (1965) aus einer Bodenperspektive: »Zuerst würde der Blick über den grauen Teppichboden eines langen, hohen und schmalen Korridors gleiten.« Marc Lunghuß’ Romandebüt »Am Boden« nimmt diese horizontale Blickachse auf, um das Verhältnis von Teppich und Mensch am Beispiel seines Vaters, eines Teppichbodenvertreters, durchzuarbeiten. Lunghuß hat dafür einen...
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