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Kanaren: Proteste gegen Migration

Madrid. Hunderte Menschen haben auf den Kanarischen Inseln gegen irreguläre Migration demonstriert. Mit Plakaten wie »Verteidigt unsere Viertel« und »Stoppt illegale Einwanderung« marschierten die Demonstranten am Sonnabend durch die Straßen mehrerer Städte wie Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife. Seit einiger Zeit steigt die Zahl der Geflüchteten, die vor der Nordwestküste Afrikas die Kanaren ansteuern. Bis Ende Juni trafen laut Regierungsangaben mehr als 19.000 Migranten auf den im Atlantik gelegenen Inseln ein, die zu Spanien und damit zur EU gehören. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren es mit rund 7.000 Migranten weniger als halb so viele. Die Route über die Kanarischen Inseln ist besonders gefährlich, jedoch weniger scharf überwacht. Laut der Hilfsorganisation »Caminando Fronteras« starben in den ersten fünf Monaten dieses Jahres mehr als 5.000 Menschen beim Versuch, mit Flüchtlingsbooten nach Spanien zu gelangen. Mehr als die Hälfte der Todesfälle entfällt dabei auf die Atlantikroute. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2024, Seite 6, Ausland

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