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Internationaler Tag gegen Queerfeindlichkeit

Berlin. An diesem Freitag wird international der Tag gegen Homo-, Trans- und Interfeindlichkeit begangen. Am 17. Mai 1990 wurde Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen und damit nicht mehr als Krankheit klassifiziert. Der diesjährige Aktionstag läuft unter dem Motto: »Niemand wird zurückgelassen: Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit für alle.« Und nicht nur der Paritätische Gesamtverband mahnte im Vorfeld an, dass der Tag aktuell wichtiger denn je sei, »denn in den vergangenen Jahren stiegen die Zahlen der polizeilich erfassten Hasskriminalität gegen LSBTIQ* an. Zudem ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen«. Die jährlich veröffentlichte »Rainbow Map« der Organisation Ilga-Europe sieht Deutschland dennoch mit einer Verbesserung zum vergangenen Jahr. Unter den 49 betrachteten europäischen Staaten steht die Bundesrepublik an elfter Position, was die rechtliche Entwicklung für queere Menschen in sieben Themenfeldern angeht. Demnach hat sich die Lage vor allem beim Schutz vor Hasskriminalität und bei der rechtlichen Gleichstellung Homosexueller verbessert. So ist es seit 2023 verboten, homo- und bisexuelle Männer sowie transgeschlechtliche Menschen bei der Blutspende zu diskriminieren. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.05.2024, Seite 15, Feminismus

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