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Sozialarbeiter zum Rechtsruck: Schließung von Jugendzentren »fatal«

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Altbekannte Situation: Jugendlicher im bayerischen Würzburg, April 2015

Jena. Die Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit (DGS) hat bei ihrer Jahrestagung am Freitag in Jena grassierende Kürzungen in der Jugendarbeit kritisiert. »Die Kommunen fahren die Jugendarbeit gerade massiv runter. Das ist fatal«, sagte der Vorsitzende Christian Spatscheck: »Dort, wo Jugendzentren schließen, gibt es rechte Gruppen, die das Feld besetzen.« Von dem am Dienstag veröffentlichten Ergebnis der Studie »Jugend in Deutschland 2024«, derzufolge die AfD unter 14- bis 29-Jährigen die stärkste Kraft ist, war Spatscheck überrascht. Die Verdoppelung des potentiellen Wähleranteils auf 22 Prozent binnen zwei Jahren habe jedoch ihre Gründe: »Die Jugend ist bei der Politik aus dem Blick geraten.« Das habe sich während der Pandemie gezeigt und bisher kaum geändert. Viele junge Menschen hätten angesichts von Inflation und Wohnungsnot erhebliche Zukunftsängste. Das war auch ein Ergebnis der regelmäßig durchgeführten Jugendstudie, für die Anfang des Jahres gut 2.000 repräsentativ ausgewählte junge Menschen befragt worden waren. (dpa/jW)

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Erschienen am 27.04.2024, Inland

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