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Saarstahl: Tarifvertrag nachträglich geändert

Völklingen. Ende Februar hatten sich die IG Metall und die saarländischen Stahlunternehmen auf einen Tarifvertrag geeinigt. Dieser soll aber nicht in vollem Umfang für die Beschäftigten von Saarstahl gelten. Darauf einigten sich Gewerkschaft und Geschäftsführung nun nachträglich, wie der Saarländische Rundfunk am Montag berichtete. Grund sei, dass es bei Saarstahl im Gegensatz zur Dillinger Hütte im vergangenen Jahr sowie in den ersten zwei Monaten 2024 eine negative Geschäftsentwicklung gegeben habe.

Den Beschäftigten von Saarstahl wurden die Ergebnisse, denen Gewerkschaft und Betriebsrat bereits zugestimmt hatten, auf einer außerordentlichen Konzernbetriebsversammlung am Montag in Völklingen präsentiert. Demnach soll in den kommenden Wochen für jeden Beschäftigten ein sogenanntes Transformationskonto – ein Zeitkonto – eingerichtet werden. Auf diesem sollen bis Ende nächsten Jahres entweder Urlaubstage oder Mehrarbeit angesammelt werden. Außerdem werde der vereinbarte Inflationsausgleich rückwirkend ein Jahr später an die Arbeiter ausgezahlt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.03.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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