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Aus: Ausgabe vom 10.02.2024, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Lauchfladen

Von Maxi Wunder

Es ist Zeit, ein bescheidenes Gemüse zu feiern: den Lauch. Er kommt aus der Mitte des Suppengrüns und hat in der Gemüsegesellschaft einen ganz besonderen Platz eingenommen, nicht nur wegen seiner kulinarischen Vielseitigkeit, sondern auch wegen seiner Fähigkeit, sich auf dem Schlachtfeld gegen rechts zu behaupten.

Schauen wir uns zunächst die Karriere des Lauchs dort an, wo man sie zuerst vermutet: in der Küche. Von der klassischen Lauchsuppe über gebratenen Lauch in Pasta­gerichten bis hin zu knackigen Lauchchips – das Gemüse ist wandelbar, und man könnte meinen, dass es sich spielend an jede politische Umgebung anpasst. Doch der Lauch bleibt sich treu, und so liegt sein wahrer Ruhm in seiner antifaschistischen Haltung. Nie hat er aufgehört, gegen rechts zu kämpfen. In seinen zarten Schichten verbirgt sich ein unbeugsamer Widerstand gegen jegliche Form von Autoritarismus. Von Natur aus gegen Diskriminierung und Intoleranz, ist der Lauch das vegane Symbol für Solidarität und Gerechtigkeit.

Auf Demonstrationen hat der Lauch seine eigene Rolle als Friedenswaffe gefunden. Statt gefährlicher Schilder oder aggressiver Megaphone schwingen die Anhänger des Lauchs stolz ihre grünen Stangen durch die Luft. Die Lauchstange ist das neue Symbol für die richtige Gesinnung. Die Botschaft ist klar: »Mit dem Lauch gegen rechts!« Wenn eine Gruppe von Menschen auf der Straße eine Lauchstange hochhält, signalisieren sie nicht nur ihre Liebe zu diesem Gemüse, sondern setzen auch ein starkes Zeichen für die Demokratie.

Die Lauchrevolution hat sich zu einer Bewegung entwickelt, die Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe vereint im Kampf gegen rechts. Bereits im Alltag bewährt sich das Gemüse zunehmend als Instrument der Diplomatie. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer verfahrenen politischen Debatte, und plötzlich ziehen Sie einen Lauch aus Ihrer Tasche. Die Spannung löst sich augenblicklich, die Herzen fliegen Ihnen zu, denn Sie haben gezeigt: »Ich bin auf der richtigen Seite. Ich bin Lauchträger*in.«

Lasst uns alle eine Lauchstange hochhalten und gemeinsam für eine Welt kämpfen, in der wir die Richtigen sind und die, die uns nicht passen, weggemacht werden.

Ruft mit uns: »Lauch – das will ich auch!«

Lauchfladen

250 g Weizenmehl, 125 g Butter, einen TL Salz und ein Ei zu einem glatten Teig verkneten und 30 Minuten kalt stellen. Währenddessen zwei Stangen Lauch gründlich waschen, bis der braune Sand weg ist, dann in Ringe schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Lauchringe darin ca. fünf bis acht Minuten andünsten und von der Flamme nehmen. Eine Knoblauchzehe schälen, pressen und mit 150 g saurer Sahne und einem weiteren Ei in einem Schälchen vermischen. Mit Pfeffer, Salz und einer Prise Muskat würzen und das Ganze zum Lauch geben. 150 g Brie in Scheiben schneiden. Einige Walnüsse grob hacken. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf einem Backpapier rund ausrollen. Die Mitte mit der Lauchmischung und dem Brie belegen. Die gehackten Walnüsse darüber streuen. Die Ränder des Teigkreises nach innen klappen. Fladen 30 Minuten backen.

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