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Israel beginnt Eigenbeschussuntersuchung

Tel Aviv. Ein Team des Generalstabs der israelischen Streitkräfte hat mit der Untersuchung eines Vorfalls begonnen, bei dem am 7. Oktober zwölf von Hamas-Kämpfern festgehaltene Geiseln im Kibbuz Be’eri getötet wurden. Wie die israelische Zeitung Haaretz am Dienstag berichtet, sagen die Überlebenden des Vorfalls, dass das Haus von einem Panzer beschossen wurde. Das hat den Verdacht aufkommen lassen, dass der leitende General den Befehl gab, auf das Haus zu schießen, obwohl er wusste, dass dort Geiseln festgehalten wurden. Israels Armee ist wegen der sogenannten Hannibal-Direktive in Kritik geraten. Die Anweisung sieht vor, dass Geiselnahmen um jeden Preis verhindert werden, auch wenn das den Tod der Geiseln bedeutet. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2024, Seite 2, Ausland

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