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Jazz

Les McCann tot

Der US-amerikanische Jazzpianist, Sänger und Komponist Les McCann ist tot. Er starb bereits am Freitag im Alter von 88 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles, wie die New York Times unter Berufung auf seinen langjährigen Manager Alan Abrahams berichtete. McCann lebte demzufolge zuletzt in einem Pflegeheim im Großraum Los Angeles und war wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht worden.

McCann galt als früher Vertreter des sogenannten Soul Jazz und veröffentlichte in seinem Leben mehr als 50 Alben. Am bekanntesten wurde er mit dem Lied »Compared to What«, einem Protestsong von Gene McDaniels gegen Rassismus und Vietnamkrieg, den er 1969 beim Montreux-Jazzfestival in der Schweiz aufführte – nachzuhören auf dem Album »Swiss Movement« (Atlantic, 1969). Er spielte gemeinsam mit dem Saxophonisten Eddie Harris und dem Trompeter Benny Bailey, angeblich hatten die drei zuvor nicht zusammen geprobt.

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McCann wurde 1935 in Lexington im Bundesstaat Kentucky geboren. Sein Wehrdienst bei der Marine führte ihn an die US-Westküste nach San Francisco. Danach ließ er sich in Los Angeles nieder, wo seine Karriere Ende der 50er Jahre begann. Ende der 70er Jahre verließ McCann das legendäre Plattenlabel Atlantic und wechselte zu Herb Alperts Label A & M Records, für das er 1979 das sehr hörenswerte Soulalbum »Tall, Dark & Handsome« aufnahm. Seit Ende der 80er war es um ihn eher ruhig geworden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.01.2024, Seite 11, Feuilleton

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