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Italien stimmt gegen Mindestlohn

Mailand. In Italien hat die Regierungsmehrheit der ultrarechten Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ein Gesetz gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns verabschiedet. Mit 153 zu 118 Stimmen votierte die Abgeordnetenkammer in Rom für einen Gesetzentwurf, der dem Kabinett Melonis sechs Monate einräumt, um für auskömmliche Löhne zu sorgen – ohne gesetzliche Lohnuntergrenze. Vertreter der italienischen Opposition – darunter auch die Vorsitzende des sozialdemokratischen Partito Democratico (PD), Elly Schlein –, reagierten mit Empörung auf die Abstimmung. Umfragen zufolge sprechen sich rund 70 Prozent der Italiener für die Einführung eines Mindestlohns aus, auch unter den Wählern rechter Parteien gibt es hierfür eine Mehrheit. Italien bleibt neben Dänemark, Finnland, Österreich und Schweden einer von fünf EU-Mitgliedstaaten, in denen es keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2023, Seite 7, Ausland

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