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Mehr Handhabe gegen »extremistische« Beamte

Berlin. Die Entfernung von »Verfassungsfeinden« im öffentlichen Dienst soll leichter werden. Der Bundestag beschloss am Freitag in Berlin eine Gesetzesnovelle, mit der Disziplinarverfahren gegen Bundesbeamte künftig einfacher und schneller möglich werden. Für die Neuerungen stimmten die Ampelfraktionen SPD, Grüne und FDP, dagegen votierten CDU/CSU und AfD, die Linke enthielt sich. Die Reform soll dafür sorgen, dass Disziplinarmaßnahmen gegen Beamte und Richter künftig per Verfügung durchsetzbar sind – etwa die Entfernung aus dem Dienstverhältnis oder die Aberkennung des Ruhegehalts. Zudem ist vorgesehen, dass eine Verurteilung wegen Volksverhetzung unmittelbar zum Verlust der Beamtenrechte führen soll. Strenger werden sollen auch die Regeln für Angehörige verbotener Parteien, auch wenn die Beamten nur passive Mitglieder sind. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.11.2023, Seite 1, Inland

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