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Handelsdefizit Agrar- und Lebensmittelindustrie

Bonn. Die BRD hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Produkte und Rohstoffe im Bereich der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft importiert als exportiert. Der Wert der Einfuhren lag bei 110,5 Milliarden Euro und damit erstmals über der 100-Milliarden-Schwelle, wie der Verband German Export Association for Food and Agriproducts (GEFA) am Dienstag mitteilte. Der Wert der Ausfuhren erreichte 90,2 Milliarden Euro. »Deutschland verlässt sich immer mehr darauf, dass andere Länder und Weltregionen für uns Lebensmittel produzieren«, so GEFA-Sprecher Hartmut Kretschmer. Gleichzeitig verabschiede sich das Land aus der Versorgung der Weltbevölkerung. Auch wegen einer »globalen Mitverantwortung« müssten die Instrumente der Exportförderung beibehalten werden. Die deutsche Ernährungswirtschaft erlöst etwa jeden dritten Euro im Export. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.02.2023, Seite 5, Inland

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