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Kein Interesse an Feierabend nach 18 Uhr

Düsseldorf. In der politischen Arena werden immer wieder Forderungen nach einer Aufweichung der gesetzlichen Arbeitszeitregeln laut. Eines der Argumente: Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bringen, das falle leichter, wenn Beschäftigte sich bei Bedarf auch abends an den Schreibtisch setzen können. Aber mit realen Arbeitszeitwünschen hat das nichts zu tun, wie eine am 8. Februar veröffentlichte Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung bestätigte. Wenn Beschäftigte die Wahl hätten, würden sich nur gut drei Prozent für einen Feierabend nach 18 Uhr entscheiden. Die aktuellen Befragungsergebnisse stehen im Einklang mit dem Stand der Forschung, betonte Studienautorin Yvonne Lott. Wenn es darum geht, Vereinbarkeitsprobleme zu bewältigen, liege eine andere Lösung auf der Hand: die Einführung der Viertagewoche. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2023, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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