Zum Inhalt der Seite

Uniper zieht gegen Gasprom vor Schiedsgericht

Düsseldorf. Der vor der Verstaatlichung stehende Düsseldorfer Energiekonzern Uniper will den russischen Gasprom-Konzern vor ein Schiedsgericht in Stockholm zerren. Man werde in dem Verfahren mehr als 11,6 Milliarden Euro Schadenersatz fordern, da Gasmengen »vertraglich vereinbart, aber nicht geliefert wurden«, sagte Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach am Mittwoch. »Das sind wir unseren Aktionären (…) und den Steuerzahlern schuldig.« Uniper soll nach Milliardenverlusten verstaatlicht werden. Aktionäre und EU-Kommission müssen noch zustimmen. Ein Erscheinen von Gasprom-Vertretern in Stockholm ist unwahrscheinlich. (Reuters/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2022, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!