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Aus: Ausgabe vom 26.11.2022, Seite 3 / Schwerpunkt
Geschichtsrevisionismus

Parlament der Historiker

Am Mittwoch soll der Bundestag beschließen: Die Hungersnot 1932/33 in der Sowjetunion war ein Völkermord an der Ukraine
Von Arnold Schölzel
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Geschichte umdeuten: Außenministerin Annalena Baerbock in der »Holodomor«-Gedenkstätte (Kiew, 7.2.2022)

Je weniger der Waffen- und Wirtschaftskrieg gegen Russland die erwünschten Resultate bringt, desto intensiver und irrationaler wird der ideologische Feldzug gegen Moskau. Der Bundestag, der mit seinem »Standortauswahlgesetz« für die Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll bereits seine Unfehlbarkeit in Physik und Geologie unter Beweis gestellt hat und zuversichtlich einen »Nachweiszeitraum von einer Million Jahre« fürs Müllager beschloss, soll nun auch seine Kompetenz in Geschichte unter Beweis stellen. Genauer: Die soll umgeschrieben werden zugunsten einer zuerst von der Propaganda des deutschen Faschismus erzählten Version, wonach die Hungersnot in der Sowjetunion von 1932 und 1933 ein gezielter Vernichtungsversuch der sowjetischen Führung gegen die Ukraine gewesen sei – der »Holodomor«. Dem stehen zwar die Tatsachen entgegen, aber die mit Nazideutschland kollaborierenden ukrainischen Nationalisten und Faschisten übernahmen die Erzählung. Seit 1991 ist sie Gründungsmythos der wieder kapitalistischen Ukrai­ne.

Bandera als Nationalheld

Nun soll der Bundestag einer Forderung Kiews nachkommen und, wie dpa am Freitag meldete, »die vor 90 Jahren von Sowjetdiktator Josef Stalin gezielt herbeigeführte Hungersnot in der Ukraine« mit den Stimmen der Koalition und der Union als Völkermord anerkennen. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Spiegel lagen demnach ein gemeinsamer Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU/CSU vor. Der Entwurf soll am Mittwoch im Bundestag beraten und beschlossen werden.

Das ist geschichtswissenschaftlich konsequent, zumal ein Land wie die Ukraine, das Stepan Bandera zum Nationalhelden gemacht hat, den Antisemiten, Polen- und Russenmörder mit Denkmälern und Straßennamen ehrt, sich geschichtspolitisch nicht irren kann. Zwar erfasste die Hungersnot 1932 große Teile der Sowjetunion von der Ukrai­ne im Westen bis nach Kasachstan im Osten und kostete ungefähr sieben Millionen Tote. Die Sterberate war in Kasachstan am höchsten. Dort starb mit 1,5 Millionen Menschen etwa ein Drittel der Bevölkerung, in der Ukraine waren es mehr als 3,5 Millionen. Allein die Ukraine besteht allerdings darauf, analog dem »Holocaust« einem Vernichtungsfeldzug der sowjetischen Führung zum Opfer gefallen zu sein. Bereits 2019 forderte der damalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko von Israel eine Gleichsetzung beider Ereignisse und erntete böse Kommentare. Wolodimir Selenskij verlangte kurz nach seiner Wahl zum ukrainischen Präsidenten 2019 dasselbe – ohne Resonanz. Als er auch noch am 20. März 2022 während einer Videoansprache in der Knesset das russische Eingreifen in den seit 2014 in der Ukraine stattfindenden Krieg mit der von Nazideutschland geplanten Vernichtung des jüdischen Volkes während des Zweiten Weltkriegs gleichsetzte, kam ein empörtes Echo. Die Schoah-Gedenkstätte Yad Vashem kritisierte, unverantwortliche Äußerungen wie jene des ukrainischen Präsidenten würden die Tragödie der Schoah trivialisieren.

Grüne Initiatoren

Dabei macht unter Führung von Bündnis 90/Die Grünen nun auch das deutsche Parlament mit. Der Spiegel zitiert aus dem Antrag: »Betroffen von Hunger und Repressionen war die gesamte Ukraine, nicht nur deren getreideproduzierende Regionen.« Die Initiatoren um den Grünen-Abgeordneten Robin Wagener, Vorsitzender der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe im Bundestag, schreiben weiter: »Damit liegt aus heutiger Perspektive eine historisch-politische Einordnung als Völkermord nahe. Der Deutsche Bundestag teilt eine solche Einordnung.« Weiter heißt es in dem Resolutionsentwurf laut FAZ, der »Holodomor« reihe sich ein »in die Liste menschenverachtender Verbrechen totalitärer Systeme, in deren Zuge vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Europa Millionen Menschenleben ausgelöscht wurden«. Das Verbrechen sei »Teil unserer gemeinsamen Geschichte als Europäerinnen und Europäer«. Und: »Der massenhafte Hungertod war keine Folge von Missernten, sondern von der politischen Führung der Sowjetunion unter Josef Stalin verantwortet.« Sowie: »Der Holodomor stellt damit ein Menschheitsverbrechen dar.« Es sei aber in Deutschland und der EU bisher wenig bekannt. Die Bundesregierung sei aufgefordert, zur Verbreitung des Wissens darüber und zum Gedenken an dessen Opfer beizutragen. Zudem solle sie »jeglichen Versuchen, einseitige russische historische Narrative zu lancieren, weiterhin entschieden entgegenwirken«. Laut dpa signalisierten Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sie seien »sehr positiv« zu dem Antrag eingestellt.
Wagener erklärte der Zeitung zufolge, der russische Präsident Wladimir Putin stehe »in der grausamen und verbrecherischen Tradition Stalins«. Heute werde die Ukraine erneut mit russischem Terror überzogen. »Erneut sollen durch Gewalt und Terror der Ukraine die Lebensgrundlagen entzogen, das gesamte Land unterworfen werden.«

Bis zum Beginn dieses Jahres hatten etwa 15 Staaten diese Einstufung als Völkermord akzeptiert, darunter Australien, Ecuador, Estland, Georgien, Kanada, Lettland, Litauen, Mexiko, Peru, Polen, Portugal, Ungarn und der Vatikan. Eine entsprechende Resolution wurde 2008 vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet, im April 2022 schloss sich das tschechische Parlament an. Am Donnerstag folgten Irland, die Republik Moldau und Rumänien.

Hintergrund: Geschichtspolitik

Unter dem ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma wurde 1998 ein nationaler Gedenktag für die Opfer der Hungerkatastrophe von 1932/33 eingeführt und unter seinem Nachfolger Wiktor Juschtschenko, der durch eine »Farbenrevolution« 2004 an die Macht gekommen war, 2006 das Geschehen vor 90 Jahren per Gesetz zum Genozid am ukrainischen Volk erklärt. Juschtschenko bemühte sich weltweit um die Anerkennung des Völkermords.

Unter ihm, der auch den faschistischen Kollaborateur Stepan Bandera zum Nationalhelden erklärte, wuchs die Zahl der Publikationen zum Thema »Holodomor« rasch. 2008 wurde in Kiew das »Nationale Museum des Holodomor-Genozids« eingerichtet. Bis 2017 wurden in der Ukraine 7.000 Denkmäler und Gedenkstätten für die Opfer errichtet.

Auf dem Staatsgebiet der heutigen Ukraine wurden rund eineinhalb Millionen Juden von Wehrmacht, SS und einheimischen Kollaborateuren wie Banderas Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) ermordet. Die Erinnerung an den Judenmord spielte in der Ukraine jedoch lange keine Rolle – die an die 27 Millionen Toten der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg amtlich ohnehin nicht. Zwar gedachte 1991 die Regierung am 50. Jahrestag des Massakers von Babyn Jar in einer Erklärung der »Massenvernichtung sowjetischer Bürger, vor allem Juden, durch faschistische deutsche Invasoren«. Aber zur Errichtung von Holocaustgedenkstätten in Charkiw (1996), Odessa (2009) und Dnipro (2012) »kam es nur dank privater Initiativen« (FAZ).

Der Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken ist die Ukraine nicht beigetreten. Die Judenvernichtung ist bis heute kein Bestandteil der Kiewer Geschichtspolitik.

Am Freitag erklärte der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk im FAZ-Interview zum Holodomor: »Es war eine der größten Tragödien in der Geschichte der Menschheit.« Im Anschluss forderte er mehr deutsche Waffen für den Krieg gegen Russland. (as)

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  • Leserbrief von Istvan Hidy aus Stuttgart ( 1. Dezember 2022 um 11:16 Uhr)
    Bereits im Winter 1931/1932 seien Hunderttausende auf dem Land und in den Dörfern an Unterernährung in der Sowjetunion gestorben. Deswegen seien die gewaltsamen Kolchosierungen fortgesetzt worden – mit der Hoffnung Abhilfe zu schaffen. Diese Zwangsmaßnahmen verschlechterten jedoch die Situation und im darauffolgenden Winter verhungerten dadurch mehr Menschen im gesamten Land, nicht nur in den durch »Ukrainern« bewohnten Gebieten. Genaue Zahlen lagen und liegen nicht vor. Unstrittig ist unter Historikern, dass der Hungertod von Millionen von der Sowjetführung bewusst planvoll herbeigeführt wurde. Damit besteht auch keine Einigkeit darüber, dass es sich dabei um Völkermord handelt, weil auch andere Regionen der Sowjetunion von den Zwangsmaßnahmen bedauernswerterweise ähnlich betroffen gewesen waren.
    • Leserbrief von Onlineabonnent/in Gottfried W. aus Berlin ( 3. Dezember 2022 um 15:35 Uhr)
      »Keine Einigkeit über Völkermord«, was bedeutet das? Marx hat als eines der Merkmale ursprünglicher Akkumulation bei der Durchsetzung der bürgerlichen Gesellschaften die Überakkumulation genannt, die z. B. in England mit dem sogenannten Bauernlegen einherging. Damals war es der aufsteigenden Macht wichtig, warme Tuche zu produzieren, was Platz für die Schafe brauchte. Wenn dem die bäuerlichen Produktionseinheiten im Weg standen, wurden sie beseitigt. Die frühe kapitalistische Akkumulation geht nicht ohne Krieg gegen die landwirtschaftlichen Produktionszusammenhänge. Als die Sowjetunion sich erfolgreich gegen die wiederholten Kolonisierungsversuche wehren konnte, war sie gezwungen, Schwerindustrie und Infrastruktur in einer nachholenden Entwicklung rasch aufzubauen. Die benötigten Ressourcen waren wie auch überall im Frühkapitalismus nur aus der Landwirtschaft zu holen. Die Alternative zum Hunger wäre demnach die Kolonisierung gewesen. Ob die Kolonialmächte bei ihrer Unterwerfung zarter vorgegangen wären, lässt sich schlicht nicht sagen. England hatte nach dem Bauernlegen längere Zeit ein Problem mit Räubern. Das gleiche auf dem Festland. Kommt davon, wenn sich die Ausgeplünderten der Ermordung entziehen können. Arme müssen umgebracht werden, selbst machen sie es nicht effektiv genug. Meine hessische Heimat kennt das auch. Die First Nations durften die entwickelte Version des Bauernlegens spüren. In Patagonien haben die Spanier niemanden über gelassen. Fuck, alles Whataboutism. Es ging ja um die bösen Russen. Sorry, die sind sowieso alles Mörder, unsere Cliquen keinesfalls. Der Terror des Westens ist alles Erfindung oder Einbildung.
  • Leserbrief von Gerd-Rolf Rosenberger aus Bremen (30. November 2022 um 17:18 Uhr)
    Im »Schwarzbuch des Kommunismus« schreibt sogar Nicolas Werth über die große Hungersnot, dass sie sich auf viele Landesteile außerhalb der Ukraine, darunter die Region Moskau und die Stadt Iwanowo erstreckte und dass die hungersnotbedingte Sterblichkeit auch viele andere Volksgruppen als die Ukrainer betraf. In Moskau sind Arbeiter und ihre Familien zu Tausenden verhungert und Rotarmisten bekamen keine Lebensmittel. Noch zu Beginn der Hungersnot 1932 hat die Kommunistische Partei Lebensmittel ausgeführt. Diese Ausfuhren wurden drastisch zurückgenommen und eingestellt. Die herrschende Arbeiterklasse und ihre Partei standen vor einer militärischen Bedrohung nach der japanischen Eroberung der Mandschurei. Auch diese Tatsache lässt eher darauf schließen, dass die gesamte Sowjetunion vor Problemen mit der Versorgung mit Lebensmitteln stand. Gleichsetzungen von Verbrechen gegen die Menschheit wie der Holocaust sind absurd. 
    Die sowjetische Hungersnot 1932/1933 hatte weitaus mehr mit den Krisen gemeinsam, vor denen seit dem Zweiten Weltkrieg Entwicklungsländer standen, die versucht haben, ungerechten Forderungen imperialistischer Staaten zu entsprechen, indem sie die industrielle Entwicklung dadurch forcierten, dass sie ihrer eigenen Bevölkerung massive Opfer auferlegten. Die Kolonialpolitik Frankreichs führte zum Beispiel 1931 im damaligen Obervolta zu einer Hungersnot. Das Sterben in dieser Hungersnot war im Verhältnis viel höher als in der UdSSR, obwohl das betroffene Land und die Bevölkerung viel kleiner waren.
  • Leserbrief von Horst-Peter Metz aus Wuppertal (30. November 2022 um 12:37 Uhr)
    Arnold Schölzel hat in diesem Beitrag unsere Kritik an dem Begriff »Holodomor« nebenbei pauschal benannt: »… analog dem Begriff Holocaust«. Um diese zu bekräftigen, will ich ergänzen: Ja, die Kritik trifft, obwohl es offensichtlich keinen sprachgeschichtlichen Zusammenhang mit dem Wort Holocaust gibt! Aus Wikipedia: »Der Begriff Holodomor (ukrainisch Голодомор, ›Tötung durch Hunger‹) steht für den Teil der Hungersnot in (!) der Ukraine. (Das russische Wort ist Голодомор, Golodomor.) Holod (голод) heißt »Hunger« in der ukrainischen Sprache. Mor ist ein altes ostslawisches Wort und bedeutet »Tod«, »Seuche«, »Massensterben«. Es besteht kein sprachgeschichtlicher Zusammenhang mit dem Wort Holocaust. Das genau ist ein – interessengeleitet – tendenziöser Kommentar. Ja, wahrscheinlich nutzte Stalin den Hunger gezielt, um den Widerstand der ukrainischen Bauern gegen die Kollektivierung zu brechen. Eine Historikerin vertritt die These, dass es sich um einen geplanten und gezielten Massenmord handelte. Ziel sei es gewesen, einen erneuten Bauernaufstand wie 1918/19 zu verhindern. Sie vergleicht den Massenmordcharakter des Holodomor mit dem nationalsozialistischen Hungerplan, der vor Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion 1941 erarbeitet wurde und das »Absterben« von circa 30 Millionen Menschen mittels Hunger auf verschiedenen Territorien der UdSSR vorsah. Sie sieht darin »Stalins Politik um ein Vielfaches potentiert: Die Vernichtung ganzer Völker durch Hunger«. Aber der Hunger war Folge einer schlechten Ernte, die wohl durch die Kollektivierung der Landwirtschaft und dem damit verbundenen Widerstand der ukrainischen Bauern verschlimmert worden ist. Wir sollen uns nicht irritieren lassen: Das Ziel, jetzt nur noch den Begriff »Holodomor« zu wählen, besteht natürlich darin, eine – zumal Deutschland entlastende – Assoziation mit »Holocaust« hervorzurufen. Jenseits aller Details, die sowieso keine/r überprüft, uns aber irritieren könnten, wenn uns jemand damit konfrontiert.
  • Leserbrief von Hans-Joachim Wolfram aus Sondershausen (29. November 2022 um 09:23 Uhr)
    Damit macht sich die Bundesregierung einer Relativierung des Holocausts schuldig. Wer also jetzt die offizielle Version als Propaganda bezeichnet, die Bundesregierung dort ansiedelt, wo sie sich in Wahrheit befindet, nämlich außerhalb der demokratischen Grundordnung in der Nachbarschaft von Neonazis, Reichsbürgern und ähnlichem Grobzeug, der wird nun mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft werden können. Diese Bundesregierung schändet damit nicht nur das Leiden von Millionen Toten, sie sortiert sie auch nach »guten« Toten und »schlechten« Toten. Also nimmt sie eine historische Selektion vor, die eine offenbar fest verwurzelte Tradition in dieser BRD darstellt und jetzt zutage tritt. Durch massive Eingriffe in die Meinungsfreiheit werden gleichzeitig andere Bürger, welche nicht die offizielle Regierungsmeinung vertreten, automatisch zu Kriminellen gestempelt, die mit Gerichtsverfahren überzogen werden, einschließlich staatsanwaltlicher Ermittlungen, Hausdurchsuchungen, Sichtung von Datenbeständen auf dem heimischen PC und Handy, welche ja nach der Strafprozessordnung eingesetzt werden dürfen. Von der Überwachung durch den Verfassungsschutz ganz zu schweigen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann die Bundesregierung beschließt, dass die strafrechtliche Verfolgung des SS-Batallions »Nachtigall« unter der Verantwortung des »Hauptmanns« Theodor Oberländer (CDU) wegen eines unerheblichen Massakers von Lemberg und das Attentat auf Stepan Bandera nun als »Menschheitsverbrechen und Völkermord« an den Tätern zu sehen ist. Beide wären dann auch heiligzusprechen und jegliche Kritik könnte dann bequem als Verstoß gegen den § 130 Abs. 5 StGB verfolgt und geahndet werden. Bizarrer geht es wohl nicht mehr, wie man an diesem konstruierten Beispiel sieht. Der Bundestag stellt sich über die Wissenschaft und Forschung und mutiert zur oligarchen Diktatur der Willkür. Das sind keine gewählten Mandatsträger mehr, sondern politische Straftäter.
  • Leserbrief von Hans Wiepert aus Berlin (28. November 2022 um 23:31 Uhr)
    Politik auf Zuruf. Das gleiche Kartell der Altparteien fieberte ja bereits von der Israelkritik der BDS-Bewegung als »Antisemitismus« – auch auf Bestellung der dortigen Regierung. Nun wird also Kiew der Rapport gemeldet.

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