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Klimastiftung MV muss Firmen nennen

Schwerin. Die zur Fertigstellung der Ostseepipeline Nordstream 2 vom Land Mecklenburg-Vorpommern gegründete »Stiftung Klima- und Umweltschutz MV« unterlag vor Gericht gegen die Springerpresse und muss nun die Namen der am Pipelinebau beteiligten Firmen preisgeben. »Leider hat das Bundesverfassungsgericht unsere Beschwerde nicht angenommen«, sagte Stiftungsvorstand Erwin Sellering (SPD) am Donnerstag in Schwerin. Die Springerblätter Welt und Bild hatten die Nennung der Namen gefordert und waren hierfür vor Gericht gezogen. Das Landgericht Schwerin und das Oberlandesgericht in Rostock hatten eine Auskunftspflicht festgestellt. Vor dem Bundesverfassungsgericht wollte Sellering die Veröffentlichung der Namen verhindern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.11.2022, Seite 4, Inland

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