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Aus: Ausgabe vom 23.11.2022, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Zynische Doktrin

Laissez-faire | Films for Action
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Wo der Kapitalismus regiert, bleibt keine Hoffnung (Kalimantan, Indonesien, 15.9.2019)

Der Klimagipfel COP 27 ist beendet. Es steht fest: Die Katastrophe geht weiter. Es gibt keine Abkehr von fossilen Brennstoffen. Auf sie zu verzichten ginge schließlich schon allein deswegen nicht, weil es Öl- und Gasfirmen um ihre Gewinne brächte. Dann aber könnten sie klagen und ihre Einnahmen mit Hilfe von Schiedsgerichten einfordern. Das wurde in internationalen Verträgen so festgelegt. Aber wie kann das sein? Das beleuchtet die italienische Doku »Laissez-faire« über die Geschichte des Neoliberalismus, die zwar schon etwas älter ist, aber soeben in einer Version mit deutschen Untertiteln ins Netz gestellt wurde. Aufschlussreich ist zum Beispiel Filmmaterial mit Milton Friedman, der in den USA eine Fernsehshow hatte, um die Doktrinen der »Chicago Boys« zu verbreiten. Da schwadronierte er schon mal, dass Arme in Hongkong glücklicher seien als jeder Einwohner der Volksrepublik. Denn sie seien frei, hätten Hoffnung. Der Zynismus ist angesichts einer zerstörten Umwelt unverkennbar. (jt)

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