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Aus: Ausgabe vom 19.11.2022, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Blinde Flecken

Jagd auf Verfassungsfeinde | Do., 22.55 Uhr, 3sat
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Demonstration gegen Berufsverbote (Dortmund, April 1973)

Nach dieser herausragenden Dokumentation über den »Radikalenerlass« und seine Opfer wünscht man sich unwillkürlich, Hermann Abmayr möge noch einen zweiten Teil zu Berufsverboten drehen. Und zwar bezüglich jener, die die neuen Machthaber auf dem Gebiet der DDR Anfang der 90er zum Beispiel über Lehrer verhängten, die massenweise aus dem Schuldienst entlassen wurden und deren Existenzen damit zerstört waren. Das ist ein weiterer blinder Fleck bundesdeutscher Geschichte, der ausgeleuchtet gehört. Hier jedenfalls geht es um die Berufsverbote in den 70er und 80er Jahren, eingeführt von ehemaligen Nazis wie dem CDU-Politiker Hans Filbinger in Kooperation mit dem SPD-Kanzler und früheren Widerstandskämpfer Willy Brandt. Zu Wort kommen Betroffene wie der Postbote Werner Siebler oder die seit ihrem 17. Lebensjahr vom Verfassungsschutz bespitzelte Pädagogin Silvia Gingold. Wer wissen will, wozu der Staat fähig ist, für den ist diese Doku Pflicht. (mme)

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