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Aus: Ausgabe vom 15.11.2022, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Bestenfalls aufgesetzt

Tatort | So., 20.15 Uhr, ARD
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Boerne und Thiel als Mafiajäger – das kann nicht ganz ernst gemeint sein ...

Sonntagabend, das Hirn drückt sich noch vor dem Ernst der kommenden Woche, beste Zeit also für den »Tatort«. Münster (Boerne und Thiel) verspricht normalerweise routinierte Unterhaltung. Nichts Ausgefallenes, dafür etwas Klamauk und ein unterhaltsamer, leicht abgedrehter Fall. Nicht so dieses Mal. Statt dessen Langeweile, uninspirierte Darsteller und eine an Unlogik krankende Handlung (wie üblich, mögen hier einige anmerken). Wir lernen das Ehepaar Fabian kennen: sie Boernes erste (einzige?) große platonische Liebe, er (Anwalt) der beste Freund. Die drei seit Kindertagen unzertrennlich – so heißt es. Doch spüren kann man das in keiner Szene. Da helfen auch keine kumpelige Umarmung und kein gemeinsamer Sprung in den Pool. Die Chemie zwischen den Darstellern stimmt nicht. Entfernte Bekannte – das nimmt man ihnen ab. Freunde fürs Leben – nope. So wirkt denn auch Boernes Abgesang auf die Liebe (bei »Sherlock« gewildert?) bestenfalls aufgesetzt, schlimmstenfalls peinlich. (af)

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  • Leserbrief von gregorogin aus Halle (18. November 2022 um 12:47 Uhr)
    Ach, Gott. ARD setzt in diesen Wendezeiten auf seichtere Unterhaltung. Es ist schließlich Krieg in good old Europe. Ein wenig Verschleiß im westfälisch abdrehenden Tatort-Team sei ihm nach gefühlt zwei Dutzend Börne & Thiels vergönnt, Fernsehen als mediale Machart.

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