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Aus: Ausgabe vom 03.11.2022, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Passionsgeschichte

Ha, ho, he! Hertha BSC! | Di., 20.15 Uhr, RBB
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Protest gegen den Investor: Die Begeisterung der Hertha-Fans wird immer wieder auf harte Proben gestellt (Berlin, 2.10.2022)

Ein Fußballklub, benannt nach einem Dampfer, benannt nach der Tochter des Reeders, benannt nach einer germanischen Fruchtbarkeitsgöttin: ein 90minütiges Porträt über Hertha BSC. Die letzte deutsche Meisterschaft datiert auf das Jahr 1931. Zählbare Erfolge kann der Verein seitdem nicht mehr vorweisen. Dafür eine Geschichte von ständigem Auf und Ab. In ihrer Erzählung vom Passionsweg des späteren Frontstadtklubs stilisieren die Macher der Doku die Hertha auch zum Sehnsuchtsort so mancher im Ostteil der Stadt gleichsam eingekerkerter und von der Stasi bespitzelter Fans von Westfußball. Das nervt nicht wenig, macht den Film aber noch nicht missraten. Schöne Aufnahmen von der Plumpe, der alten Spielstätte im Wedding, Bestechungsskandale in den 70ern, ein kaputtes Olympiastadion, das am Tiefpunkt der Klubgeschichte nur noch von Nazis besucht wurde, in den 90ern. Und nun ein Ultra an der Vereinsspitze, ein windiger Investor vor dem Absprung, Big-City-Club passé. Es könnte schlimmer sein. (brat)

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