-
29.10.2022
- → Ausland
Türkei: Festnahmen nach Grubenunglück
Ankara. Nach dem schweren Grubenunglück in der Türkei mit 41 Toten haben die Behörden am Donnerstag abend 25 Verdächtige festgenommen. Unter ihnen war laut der Nachrichtenagentur Anadolu auch der Direktor der staatlichen Kohlegrube. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sicherte eine vollständige Untersuchung des Unglücks zu. Behörden hätten einen Bericht des Rechnungshofs aus dem Jahr 2019 ignoriert, in dem vor der Gefahr einer Grubengasexplosion durch hohe Methangaswerte in der Mine gewarnt worden sei. Angehörige sagten der Nachrichtenagentur AFP, einige Bergleute hätten sich etwa zehn Tage vor der Explosion über Gasgeruch in der Mine beschwert. Die Opposition wirft der Regierung vor, nicht die notwendigen Maßnahmen ergriffen zu haben, um das Unglück zu verhindern. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!