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»Turonen«-Prozess: Anwälte wollen Deal

Erfurt. Zum erneuten Auftakt des »Turonen«-Prozesses vor dem Landgericht Erfurt gegen mehrere Neonazis wegen Drogenhandels haben die Verteidiger der Hauptangeklagten angedeutet, dass ihre Mandanten sich zumindest teilweise geständig zeigen könnten, falls es zu einem Deal kommt. »Die Kammer würde sich einer Verständigung von vornherein nicht verschließen«, entgegnete der Vorsitzende Richter am Montag in Erfurt. Insgesamt neun Männern und Frauen wirft die Anklage vor, im großen Stil mit Drogen gehandelt zu haben. Einzelnen werden auch die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Erpressung, Zwangsprostitution sowie Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Alle gehören den Ermittlungen zufolge zur extrem rechten Gruppierung »Bruderschaft Thüringen«, deren Spitzenriege sich »Turonen« nennt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.10.2022, Seite 15, Antifaschismus

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