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Aus: Ausgabe vom 01.10.2022, Seite 1 (Beilage) / Wochenendbeilage
Nachhaltige Landwirtschaft

»Das Land den Leuten, die es bestellen!«

Über die Wahlen in Brasilien und die agrarökologischen Forderungen der Landlosenbewegung MST. Ein Gespräch mit Maria de Jesus dos Santos Gomes und Carlos Frederich Ramalho Santana
Interview: Ada B. First
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Protestaktion der Landlosenbewegung »Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra«, kurz MST, in Brasilien

An diesem Sonntag findet in Brasilien eine historische Entscheidung statt. Bei der Präsidentenwahl unterstützt die Landlosenbewegung »Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra«, kurz MST, vehement die Kandidatur des ehemaligen Amtsinhabers Luiz Inácio Lula da Silva. Was versprechen Sie sich von seinem Sieg für Ihre Sache?

Maria de Jesus dos Santos Gomes: Aus Perspektive der Gewerkschaften und der Bewegungen ist es höchste Zeit, das neoliberale und rassistische Projekt Bolsonaros (Jair Bolsonaro ist seit 2019 Brasiliens Präsident, jW) zu beenden. Als Lula im Gefängnis war, haben wir, um die Kampagne Lula Livre (Freiheit für Lula, jW) zu koordinieren, Volkskomitees aufgebaut. Das war eine breit aufgestellte Initiative. Nach seiner Freilassung haben wir die Volkskomitees für den Wahlkampf eingesetzt. Wir sind mit der gesamten Linken in diesem Kampf vereint, um Lula im ersten Durchgang zum Präsidenten zu wählen.

Die MST beteiligt sich erstmalig mit Kandidaturen unserer kämpferischen Führer in 14 Bundesstaaten. Wir sehen die Wahl als taktische Notwendigkeit, um den Dialog mit der Partei der Arbeiter, kurz PT, und dann mit der Regierung zu fördern, im Sinne einer Agrarreform und einer öffentlichen Politik zugunsten der Landbevölkerung.

Welche Ziele verfolgt die MST?

Carlos Frederich Ramalho Santana: Wir setzen uns für die Arbeiter ein, die keinen Boden zu bestellen haben. Unser Kampf ist der Kampf um Land, für eine Agrarreform und soziale Transformation. Die Bewegung ist seit Ende der 1970er Jahre organisiert, und 1984 gab es dann einen formellen Gründungskongress in Cascavel, Paraná, im Süden Brasiliens.

Unser Ziel ist die Umverteilung des Landes. Das Land den Leuten, die es bestellen! Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten 350.000 Familien angesiedelt, weitere 90.000 Familien leben derzeit noch auf von ihnen besetzten Arealen. Dort müssen wir weiter um das Recht zu bleiben kämpfen. Wir sind in 24 von 27 Bundesstaaten Brasiliens vertreten.

Wie wird diese Bewegung zusammengehalten?

Santana: Da es sich um eine Volksbewegung handelt, ist Austausch besonders wichtig. Der findet vor allem auf unserem Nationaltreffen statt. Das ist ein Kongress, bei dem alle fünf Jahre die Prioritäten der Bewegung bestimmt und Leitfäden ausgearbeitet werden. Die Vorbereitungen sind langwierig, weil in jeder Siedlung, jedem besetzen Gebiet und jedem Dorf über die Tagesordnung diskutiert wird. In den Basisgruppen werden die allgemeinen Linien festgelegt und beschlossen, dort findet die Aufbauarbeit der MST statt.

Jedem Nationalkongress folgen kleinere Kongresse, auf denen die Beschlüsse aktualisiert und mit Leben gefüllt werden. Das sind die Momente, in denen Feedback von der Basis kommt, wodurch die nationalen Kongresse nicht abgehoben und dem Leben der Bewegung fremd sind. Ganz praktisch gibt es alle sechs Monate ein nationales Treffen, bei dem die konkrete und zeitgemäße Umsetzung der Ziele des Kongresses besprochen und geplant wird. Von der Basis bis zum Nationalkongress gehen die Beschlüsse hin und her, denn was in den Nationalkongress getragen und dort beschlossen wird, muss danach wieder an die Basis gelangen. Es ist diese Dynamik, die den Aktionen der Bewegung in allen ihren Gebieten einen nationalen Zusammenhalt verleiht.

Es gibt darüber hinaus neun Sektoren und vier Kollektive, die auf dem Prinzip der kollektiven Leitung und der Aufgabenteilung beruhen, um zu verschiedenen Themen gezielt Informationen und Leitfäden zu erstellen: zum Beispiel den Bildungs- und Ausbildungssektor, den Produktionssektor oder das Kollektiv für LGBTIQ+, das Jugendkollektiv etc.

Eine Säule der MST ist die Agrarökologie. Dieser Begriff ist der deutschen Linken nicht geläufig – landwirtschaftliche Fragen spielen in Europa selten eine Rolle in sozialen Kämpfen. Wie hängt der Kampf für eine Agrarreform mit den politischen Forderungen der Bewegung zusammen?

Gomes: Die Agrarökologie schafft einen Bezug zu den Vorfahren, zu traditioneller Landwirtschaft, indigenem Wissen, nachhaltiger Landwirtschaft ohne Chemikalien usw. Dazu gibt es inzwischen eine akademische Disziplin. An Universitäten und landwirtschaftlichen Instituten finden sich heute zahlreiche Forschungsfelder, die sich mit dieser Art der Landwirtschaft auseinandersetzen, vor allem im Hinblick auf Nachhaltigkeit, historische Anbaumethoden, Saatgut etc. Was wir die populäre Agrarökologie nennen, aktualisiert die traditionelle Landwirtschaft in Kultur und Praxis indem sie neue Technologien und Wissen einbezieht. Dadurch gestaltet sich ein umfassendes System des Lebens, das über Landwirtschaft im herkömmlichen Sinne weit hinausgeht.

Populäre Agrarökonomie besteht für die MST aus drei miteinander eng verwobenen Aspekten.

Als erstes muss alles, was wir landwirtschaftlich machen, auf das jeweilige Biotop abgestimmt sein. Was in semiariden Gebieten angebaut wird, wie das Leben dort organisiert ist, unterscheidet sich von der Landwirtschaft im Cerrado oder in der Pampa. Das klingt wie eine Binsenweisheit, aber wir sollten nicht vergessen, dass die Strategie der großen Agrarbetriebe der Anbau von Monokulturen ist – sehr zum Nachteil der Arbeiter, des Bodens und der gesamten Menschheit. Dazu gehört auch die Anerkennung, dass unsere Territorien umkämpft sind. Das Kapital und die Kleinbauern beanspruchen sie – aus unterschiedlichen Gründen vielleicht –, aber nicht, um agrarökologisch zu handeln. Wir müssen uns dem herrschenden Agrarsystem entgegenstellen, wir müssen Arbeiter stärken und neue Strukturen aufbauen, um Landwirte zu überzeugen.

Zweitens umfasst Agrarökologie die menschlichen Beziehungen. Sexismus, Rassismus, Homofeindlichkeit – diese Formen von Hass und Respektlosigkeit vor menschlichen Erfahrungen und Diversität sind mit Agrarökologie nicht vereinbar. Respektvoller Umgang mit der Natur schließt respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen ein, das ist nicht verhandelbar – ansonsten wäre unser Ansatz zum Scheitern verurteilt.

Als drittes ist Argarökologie antikapitalistisch. Ein auf Profit orientiertes Wirtschaftssystem kann die Bedürfnisse von Menschen, kann die Bedürfnisse unseres Grund und Bodens, unserer Erde nicht erfüllen. Es kann sie nutzen und ausnutzen, es kann sie verwerten, aber es kann nicht nachhaltig für uns alle sorgen.

Wie vermitteln Sie dieses Programm, und wie wird es umgesetzt?

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Maria de Jesus dos Santos Gomes und Carlos Frederich Ramalho Santana zu Besuch in Berlin (August 2022)

Gomes: In unseren Schulen zum Beispiel wird ein agrarökologisches System gelehrt, das die Sorge um die Erde, die Wälder und das Wasser einschließt. Gemeinsam mit La Via Campesina (internationales Bündnis aus Kleinbauern, Landarbeitern, Fischern, Landlosen und Indigenen, jW) haben wir ein System entwickelt, das auf Kleinbauerntum beruht und das das Wissen und die Fertigkeiten dieser Menschen wertschätzt, sie als Produzenten der gesunden Lebensmittel, die wir alle zum Leben benötigen, erkennt und ihnen die Ehre zuteil werden lässt, die sie verdienen. Diese Methode ist nicht schwer zu vermitteln, da Souveränität, Selbstbestimmung und Würde selbstverständliche Komponenten dieses Programms sind.

In diesem Zusammenhang ist Saatgut­souveränität ein Aspekt unserer Arbeit und Teil unserer Forderungen. Wir haben viele Erfahrungen mit Gemeinschaftsbanken für Saatgut. Für uns ist deren Erhalt und Futtermittelsouveränität sehr wichtig. Wir wissen aus Erfahrung und Forschung, welche unserer Pflanzen das größte Nährstoffpotential für Tiere haben. Wir brauchen Kontrolle über das Saatgut, so dass wir diese Entscheidungen treffen können, ohne von Regeln zu geistigem Eigentum und durch manipuliertes Saatgut gehindert zu werden. Ähnlich verhält es sich mit dem derzeitigen Hype um »grünen« Kapitalismus: Wir sind von der Notwendigkeit erneuerbarer Energien überzeugt, aber nicht bereit, uns der Logik der Unternehmen zu unterwerfen, die ganze »Sonnenfarmen« auf unserem Grund und Boden bauen. Wir wollen kleinteiligere Lösungen, die die Unabhängigkeit der Communitys und die Integrität des Bodens gewährleisten.

Auch der Einsatz von Technologie ist unbedingt notwendig, aber er muss den Gegebenheiten, unserem agrarökonomischen System angepasst sein. Zum Beispiel bei der Ungezieferbekämpfung: Wir brauchen Mittel, die Schädlinge fernhalten, aber es können keine Pestizide sein, die ausnahmslos alles töten, was da auf dem Feld kreucht und fleucht. Wir brauchen Alternativen, die uns ermöglichen, differenziert abzuwägen, was möglich und was nötig ist. Und schließlich müssen wir hier auch Ernährungssouveränität erwähnen. Also noch mal: Wir müssen sehen, was wächst wo natürlich und wie können wir den Regionen ermöglichen, ihre Bevölkerung zu ernähren. Das ist etwa anderes, als auf Importe angewiesen zu sein beziehungsweise nur für den Export zu produzieren. Das agrarökologische System muss also auch ökonomische Unabhängigkeit gewährleisten.

Santana: Zwei weitere Aspekte sind für uns untrennbar mit unserem populären Agrarsystem verbunden. Zum einen Kultur, dazu gehören Musik und Tanz, aber auch traditionelle Küche, Rezepte, Feste. Zum anderen die Ausbildung der Bevölkerung. Wir müssen sichergehen, dass wir nicht nur zukünftige Landarbeiter heranziehen, sondern unserer Jugend und den Bewohnern der Siedlungen Perspektiven bieten – auch auf dem Land.

Es gibt ein Lied bei uns: Wir wollen nicht nur essen, wir brauchen auch Freizeit und Kunst – frei nach Brecht, der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Wir wollen nicht nur Grundbedürfnisse befriedigen, wir betrachten Agrarökologie als ein umfassendes System, um das Leben auf dem Land erstrebenswert zu machen. Es ist unsere Aufgabe, dieses System zu leben und zu verbreiten, und das ist, was unseren Ruf nach Agrarreform unwiderstehlich und alternativlos macht.

Erreichen Sie damit auch junge Menschen?

Santana: Die MST wurde von jungen Menschen aufgebaut. Es waren die landlosen Jugendlichen, die in den 1980er Jahren in den kirchlichen Basisgemeinschaften, als Anhänger der Befreiungstheologie, für ihr Land kämpften. Sie organisierten sich und bauten die Bewegung auf. Unsere Überzeugung ist, dass die Agrarreform der Kampf um Land und ein würdiges Leben auf dem Lande von allen und für alle Menschen ist.

Die MST ist keine Insel, sie ist Teil der Gesellschaft. Die Widersprüche dort finden sich auch in ihr. Ethnische Herkunft, Klasse, Geschlecht spielen eine Rolle und müssen in ihrer Totalität gedacht werden. Was wichtig ist, definieren wir gemeinsam – im Moment bauen wir gezielt Jugend- und LGBTIQ+-Kollektive auf.

Die MST pflegt viele internationale Beziehungen. Was Sie beschreiben, ist aber ein Projekt für Brasilien. Wie passt dieses Ziel der Agrarreform auf nationaler Ebene mit der internationalen Agenda der MST zusammen?

Gomes: Die MST war schon immer internationalistisch. Wir haben in der Zusammenarbeit mit La Via Campesina weltweit um Solidarität mit der MST geworben und diese durch Freundesgruppen und als Netzwerk internationaler Zusammenschlüsse von Bauern aufgebaut und gepflegt. Unsere Bewegung hat sich sowohl mit der bäuerlichen Arbeiterklasse als auch mit der Arbeiterklasse selbst entwickelt. Bündnisse, an denen angesichts der Offensive des Kapitals in der Welt jeden Tag gearbeitet wird, schaffen Solidarität mit der MST, aber auch eine der MST mit den Kämpfen in der Welt. Wir senden Brigaden zu Freunden in anderen Ländern, um agrarökologische Strukturen aufzubauen – von Bildungsarbeit über landwirtschaftliche Produktionsexpertise bis hin zu Kultur und medizinischer Versorgung.

Santana: Die Agrarökologie ist der Grundpfeiler der in Brasilien nötigen Agrar­reform. Aber wir betrachten das Konzept als notwendig für die nachhaltige landwirtschaftliche und antikapitalistische Lebensmittelproduktion weltweit. Millionen Menschen hungern, das derzeitige Agrarbusiness hat dafür genauso wenig eine Lösung, wie die Pharmaindustrie ein Interesse an der Gesundheit der Menschen hat – es liefe der Notwendigkeit zum profitorientierten Wirtschaften zuwider.

Zum einen fordern wir die brasilianische Gesellschaft, aber auch die internationale Gemeinschaft auf, bei der Umsetzung agrarökologischer Maßnahmen in unseren Gebieten zu helfen – und dieses Projekt als einen Gegenentwurf zur derzeitig vorherrschenden internationalen Agrarindustrie zu verstehen. Zum anderen wollen wir den Nutzen und die Möglichkeiten agrarökologischer Prinzipien weltweit verbreiten. Das bedeutet Kampf gegen das Kapital, gegen transnationale Unternehmen, die Landarbeitende unter Druck setzen, das Land in Schutt und Asche legen, Regenwald abholzen, Pestizide einsetzen, den Boden auslaugen und traditionelle Bewohner vertreiben.

Wie kann man die MST von Deutschland und anderen Ländern in Europa aus unterstützen?

Gomes: Zuerst einmal wissen wir die Solidarität, die uns aus anderen Ländern entgegengebracht wird, zu schätzen. Unser Kampf ist ein Kampf des Volkes, Ressourcen sind knapp, direkte Unterstützung ist immer willkommen. In vielen Ländern Europas gibt es die Freundschaftsgruppen »Friends of the MST« – mit denen stehen wir im regen Austausch, und diese Gruppen wissen gut Bescheid über die Prioritäten und Kampagnen der MST.

Dann gibt es die Möglichkeit gemeinsamer, einander verstärkender Aktionen. Wenn wir die Aktivitäten transnationaler Unternehmen in unseren Gebieten anprangern, die hier in Deutschland ihren Sitz haben, zum Beispiel Bayer oder BASF, oder die Verstrickung vom TÜV Süd in den Dammbruch von Brumadinho, dann müsst ihr unsere Stimmen verstärken. Dann müsst ihr hier in Deutschland zeigen, dass ihr Bescheid wisst und dass Verantwortung übernommen werden muss.

Und schließlich wollen wir die von uns produzierten Lebensmittel auch verkaufen. Wir wollen, dass Europäerinnen und Europäer unsere Güter kennenlernen und verstehen, dass diese das Resultat agrarökologischer Produktionsweise sind, dass sie gesund sind und dass sie in Würde geschaffen wurden. Diese Strukturen zur Kommerzialisierung müssen weiter geschaffen werden.

Der »Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra« (MST) kämpft für eine Landreform in Brasilien – einem Staat, in dem, was Landbesitz betrifft, feudale Zustände herrschen. Der MST gehörte zu den Hauptinitiatoren des Weltsozialforums und verbindet den Kampf der Landbevölkerung mit dem um Ausbildung, Ökologie und Marxismus. Sie hat geschätzt 300.000 Mitglieder. Maria de Jesus dos Santos Gomes ist Koordinatorin des Bildungssektorkollektivs, und Carlos Frederich Ramalho Santana ist aktiv im Nationalen Jugendkollektiv des MST

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