-
20.08.2022
- → Inland
Pflegekosten: Warnung vor massenhafter Verarmung
Wiesbaden. Die Ausgaben für Sozialhilfe sind 2021 auf 15,3 Milliarden Euro netto gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. 8,1 Milliarden Euro entfielen auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Den größten Anstieg verzeichneten die Sozialhilfeträger bei der Hilfe zur Pflege mit plus zehn Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. »Inflation, Tarifanpassungen und explodierende Energiekosten werden immer mehr Pflegeheimbewohner zunächst arm und dann zu Sozialhilfeempfängern machen«, warnte die Deutsche Stiftung Patientenschutz. »Doch während die Bundesregierung die Energieversorger rettet, schaut sie bei den Pflegebedürftigen tatenlos zu.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!