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Aus: Ausgabe vom 12.07.2022, Seite 11 / Feuilleton
DDR-Kulturerbe

Was bleibt (I)

Ein gewaltiges Mosaik an der Fassade eines alten DDR-Wohnhauses in Halle (Saale) soll restauriert werden. Das fast 11.000 Fliesen umfassende, 35 Meter hohe und sieben Meter breite Großmosaik des spanischen Künstlers Josep Renau wurde 1974 fertiggestellt und war eines seiner ersten Großprojekte in der DDR, wie eine Sprecherin der Wüstenrot Stiftung am Montag erklärte. Solche Darstellungen im öffentlichen Raum zählten zum »kulturellen Erbe der DDR«.

In der damaligen Planstadt Halle-Neustadt gab es für jeden Wohnkomplex eine politisch-ideologische Konzeption, die durch Kunst vermittelt werden sollte, erklärte die Sprecherin der Stiftung. 1968 beauftragte die DDR dafür Josep Renau. Dieser entwarf die beiden Werke »Die vom Menschen beherrschten Kräfte von Natur und Technik« und »Einheit der Arbeiterklasse und Gründung der DDR«. Während ersteres 2005 instandgesetzt wurde, zeigt das zweite Wandbild mittlerweile deutliche Schäden, die nun ausgebessert werden sollen.

Wandbilder Renaus (1907–1982) gehören laut Wüstenrot Stiftung zu den bedeutendsten Werken baubezogener Kunst in der früheren DDR und sind in Deutschland nur in Halle (Saale) und in Erfurt erhalten. (dpa/jW)

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