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Online Extra
22.06.2022, 17:00:00 / Inland

Mehr als 250 Zuschauer besuchen Assange-Veranstaltung in jW-Maigalerie

Freiheit für Julian Assange: Bruder und Vater des Journalisten zu Gast in Berlin-Mitte. Videoaufzeichnung jetzt online verfügbar
Großer Andrang in der jW-Maigalerie in Berlin-Mitte
John Shipton, Vater von Julian Assange
Zweite Bühne: Viele Interessierte verfolgten die Übertragung auf der jW-Terrasse
Gabriel Shipton, John Shipton und Übersetzer Till Effenberger (v.l.n.r.)

Berlin. Der Andrang war riesig: Zu der von junge Welt organisierten Informations- und Solidaritätsveranstaltung für Julian Assange am Dienstag abend kamen mehr als 250 Menschen nach Berlin-Mitte. Die jW-Maigalerie in der Torstraße konnte nicht alle aufnehmen, so verfolgte ein Großteil der Interessierten die Veranstaltung per Direktübertragung auf der Terrasse des Verlagsgebäudes.

jW-Chefredakteur Stefan Huth wies in seiner Begrüßung auf das langjährige Engagement der Zeitung für den inhaftierten Kollegen hin. Er erinnerte an eine Solidaritätsveranstaltung im Jahr 2012 mit den Botschaftern Kubas, Venezuelas und Ecuadors in der BRD in der »Ladengalerie« der jungen Welt, die wenige Wochen nach Assanges Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London stattgefunden hatte und die von praktisch allen deutschen Medien beschwiegen wurde.

Vater und Bruder des Wikileaks-Gründers, John und Gabriel Shipton, berichteten gemeinsam mit Sevim Dagdelen (MdB Die Linke) über die weitere Entwicklung der internationalen Solidaritätskampagne für den gesundheitlich schwer angeschlagenen Journalisten, dem für das Aufdecken von US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan 175 Jahre Haft in den Vereinigten Staaten drohen. Einen fairen Prozess hat er dort nicht zu erwarten, darin waren sich alle Podiumsteilnehmer einig. Matthias von Fintel, Bereichsleiter Medien bei der Journalistengewerkschaft dju, stellte die Solidaritätsarbeit für Julian Assange in seiner Organisation dar, die in jüngster Zeit neuen Auftrieb bekommen habe.

Julian Assange wird seit über drei Jahren in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis auf Bestreben Washingtons in Isolationshaft gehalten. Am vergangenen Freitag hatte die britische Innenministerin Priti Patel eine Auslieferungsanweisung an die USA unterschrieben.

Ein Bericht zur Veranstaltung erscheint in der Donnerstagausgabe der jungen Welt. (jW)

Auf dem YouTube-Kanal der jungen Welt ist eine Videoaufzeichnung der ganzen Veranstaltung unter diesem Link verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=n8j4q_zw8kY

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