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Literaturgeschichte

Post von Fidel

Im früheren Haus von Gabriel García Márquez in Mexiko werden erstmals Dutzende Briefe bekannter Persönlichkeiten an den Literaturnobelpreisträger von 1982 gezeigt. Die Ausstellung in dem Haus in Mexiko-Stadt, in dem der kolumbianische Schriftsteller jahrzehntelang bis zu seinem Tod im Jahr 2014 lebte, wurde am Donnerstag eröffnet.

Dort hatten vor kurzem seine Nachfahren mehr als 150 Briefe in einer Kiste entdeckt, wie mexikanische Medien berichteten. Davon seien rund 40 für die Ausstellung ausgewählt worden. Unter den Verfassern der Briefe sind unter anderem Fidel Castro, William Clinton, Wim Wenders, Woody Allen und Pablo Neruda. So beglückwünschte Castro in einem Briefe von 1987 »Gabo« Márquez zur Geburt eines Enkels. Robert Redford gratulierte im darauffolgenden Jahr zum Geburtstag. Da er bekanntlich nicht kochen könne, schicke er kein Essen, sondern Appetit, schrieb der US-Schauspieler und Regisseur in dem Brief, der auf dem Instagram-Kanal des Hauses veröffentlicht wurde.

Das Kulturzentrum »Haus der Literatur Gabriel García Márquez« im Süden der mexikanischen Hauptstadt war vorigen Oktober für Besucher geöffnet worden. Unter dem Titel »Gabo 40 Jahre nach dem Nobelpreis: Der Schriftsteller hat jemanden, der ihm schreibt« werden die Briefe noch bis zum 16. August gezeigt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.06.2022, Seite 10, Feuilleton

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