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Aus: Ausgabe vom 07.05.2022, Seite 6 (Beilage) / Wochenendbeilage

Pak Choi

Unterzeile
Von Maxi Wunder

»Rot, rot, rot sind alle meine Kleider! Rot, rot, rot ist alles, was ich mag. Daru-um lieb’ ich, alles, was so rot ist, und koch’ rote Soß an diesem Tag!« Udo ist bester Laune. Anlässlich des 77. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus macht er für die Plauener Kommune ein Pak Choi mit roter Sauce:

Einen Kopf Pak Choi (Verwandter des Chinakohls, hat wie dieser helle Blattrippen, aber dunklere Blätter) waschen und die festen weißen Stiele von den grünen Blättern trennen. Stiele in mundgerechte Stücke oder dünne Streifen schneiden, Blätter in breite Streifen schneiden. Kleinere Blätter kann man auch ganz lassen. Eine kleine Schalotte in dünne Ringe schneiden. Eine Knoblauchzehe grob, ein daumennagelgroßes Stück frischen Ingwer sehr fein hacken. Schalotte, Ingwer, Knoblauch sowie einen TL rote Currypaste und eine Messerspitze Sardellenpaste in etwas Öl anbraten, bis die Zwiebel glasig zu werden beginnt und alles stark duftet. Die Stiele vom Pak Choi hinzugeben und zugedeckt zwei bis drei Minuten bei mäßiger Hitze garen. Umrühren und die grünen Blätter oben drauf legen. Zugedeckt weiter schmoren lassen, bis die Blätter zusammenfallen. Einen Schuss Sojasoße, einen halben TL Sambal Oelek und einen gehäuften TL Tomatenmark hinzugeben. Gegebenenfalls mit Brühe ablöschen. Alles gut verrühren und abschmecken. Die größeren Stücke vom Pak Choi sollten jetzt noch bissfest sein. Wer es lieber weich mag, lässt das Gemüse etwas weitergaren.

»Warum ein chinesisches Gericht zur Feier der sowjetischen Armee?« fragt Roswitha. »Ich koche grundsätzlich vorausschauend«, erklärt Udo, ­»gewissermaßen prophetisch. Und aus Vorfreude. ›Erst machen wir Russland fertig, dann China‹, denkt sich der US-Imperialismus. Er wird an beiden scheitern, das weiß ich jetzt schon. Maxi, reichst du mir mal die Erdbeeren für das Dessert?«

Reiscremekuchen mit Erdbeersauce

Für die Reiscreme 500 ml Milch mit einer Prise Salz, 50 g Zucker und einer Packung Vanillinzucker in einem Topf zum Kochen bringen. 100 g Milchreis hineingeben und unter Rühren aufkochen lassen. Bei schwacher Hitze etwa 20 Minuten mit geschlossenem Deckel quellen lassen, dabei gelegentlich umrühren (der Reis muss körnig sein). Den Reis von der Kochstelle nehmen, zugedeckt abkühlen lassen und kalt stellen. 200 ml Schlagsahne steif schlagen und unter den kalten Reis heben. Die Reiscreme in eine Schale füllen und kalt stellen. Für die Erdbeersauce 500 g Erdbeeren waschen und entstielen. Die Erdbeeren pürieren, mit einer Packung Vanillinzucker und 25 g Zucker verrühren und in eine separate Schüssel geben. Die Reiscreme portioniert servieren und mit Minzeblättchen dekorieren. Dazu die Erdbeersauce reichen.

»Du siehst das ja locker. Denkst du gar nicht an die Opfer?« – »Natürlich denke ich darüber nach, op’fer noch einen trinken gehen.« Udo schnallt sich ein selbstgemaltes Schild um: »Schwere Waffen für Kurdistan!« » Komm, Molotow!« Er leint seinen Dackel an und begibt sich zum sowjetischen Ehrenmal.

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