16.04.2022
Literatur
Angst, Wodka, Erbitterung
Für die einen ein Prolog, für die anderen ein Epilog: Eine Relektüre von Michail Bulgakows Roman »Die weiße Garde«
Von Harald Projanski
Der Krieg tobt. Flüchtlinge irren durch das Land. Russland und Deutschland unterstützen politisch verfeindete Lager. Die Bewohner fühlen sich als hilflose Opfer einer eskalierenden Gewalt. Das war die Lage in der Ukraine in den Jahren 1918/19 im russischen Bürgerkrieg nach der Oktoberrevolution. Davon handelt Michail Bulgakows autobiographisch geprägter Roman »Die weiße Garde«.Die Handlung beginnt Ende 1918 in Kiew. Dort herrschte damals der »Hetman« Pawlo Skoropads...
Artikel-Länge: 8630 Zeichen


