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Aus: Ausgabe vom 05.04.2022, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Mehr als hundert Jahre lang raubten Europäer Kunstwerke aus eroberten Kolonien: »Restituieren?«

Re: Mit Vollgas gegen die Langeweile

Schrottrennen in der finnischen Provinz

Die Kombination von Provinz, Langeweile und Schrottrennen ist vielversprechend, und dann noch in Finnland. Auf vereisten Straßen und zugefrorenen Seen fahren lustige Finnen und Finninnen in einer Amateur-Rallye-Serie mit umgebauten Autos, die nie wieder TÜV bekommen würden, um die Wette. Wichtiger als der Triumph sind die Gemeinschaft und die Möglichkeit, wenigstens für einen Tag der Ödnis zu entfliehen. Denn die lauert im Alltag der finnischen Provinz überall, besonders im Winter. D 2022.

Arte, 19.40 Uhr

Das MDR-Gelände in Leipzig

Vom Schlachthof zur Sendezentrale

Die Rundfunkanstalt in eigener Sache: Es ist nicht lange her, da wurden auf dem Leipziger MDR-Gelände keine Nachrichtensendungen, Unterhaltungsshows, Arzt- oder Zooserien produziert, sondern tonnenweise Fleisch und Wurst. Mehr als hundert Jahre lang befand sich hier der städtische Vieh- und Schlachthof. Was wurde aus den Menschen, die hier einst gearbeitet haben, und wo finden sich heute noch Spuren aus dieser Zeit?

MDR, 21 Uhr

Restituieren?

Afrika fordert seine Kunstschätze zurück

Der Dokumentarfilm zeigt, wie Europa mehr als 100 Jahre lang aus seinen eroberten Kolonialgebieten Kunstwerke raubte, die heute von ihren Ursprungsländern zurückgefordert werden. Viele große Museen haben sich diesem Ruf nach Gerechtigkeit lange und überaus hartleibig widersetzt. Ab 2018 setzte ein Umdenken ein – hier ist die Rede von Frankreich. In Berlin ist man längst nicht soweit. F 2021.

Arte, 21.50 Uhr

Die Anstalt

Politsatire

In der letzten »Sonderfolge« – so haben sie die Programmacher genannt – am 8. März arbeitete man sich mit flachsten Witzen ziemlich bemüht und tief unter dem Niveau an Putin ab, das hätte auch eine »Heute-Show« sein können. Also auf ein Neues mit Max Uthoff und Claus von Wagner – diesmal mit den Gästen Julia Gámez Martin sowie Ulan & Bator.

ZDF, 22.15 Uhr

Makro: Retourenretter

Zweites Leben für Onlineware

Der Onlinehandel boomt, und es gibt immer mehr Retouren. Das Gejammer darüber ist nur teilweise berechtigt. Denn gerade alte Menschen und solche, für die die Durchseuchung wegen Vorerkrankungen keine Alternative ist, profitieren von ihm. Hinter den Kulissen arbeiten Händler aber auch daran, benutzte und defekte Artikel wiederaufzuarbeiten. Eine neue Branche hat sich darauf spezialisiert, Rückläufer vor der Abfalltonne zu retten. Und Onlinehändler suchen nach Lösungen, um Kunden möglichst passgenaue Angebote zu machen. Damit wollen sie die allzu nonchalante Rückgabeflut eindämmen. Und sonst kann man ja, wie in L. A. üblich, einfach die Güterzüge mit den Retouren plündern. D 2022.

3sat, 22.25 Uhr

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Christel H. aus Aschersleben ( 5. April 2022 um 13:27 Uhr)
    Die zuletzt gesendete »Anstalt« war Opportunismus reinsten Wassers – eine Sendung zum Fremdschämen für zwei bisher gute Kabarettisten. Sollte die heutige Sendung wieder so abgrundtief dumm und undifferenziert sein, gehört sie künftig in den Mainstreamsumpf einsortiert.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Dieter R. aus Nürnberg ( 5. April 2022 um 08:04 Uhr)
    Die »Anstalt«-Macher haben sich mit ihrer letzten Ausgabe auf unterirdischem Niveau einsortiert, in der Kloake der allgemeinen Front der Kriegshetzer und Russenhasser. Kabarettisten sind keine Schauspieler, von denen man erwartet, alle Rollen vom finsteren Bösewicht bis zum strahlenden Helden zu spielen, unabhängig von ihrer persönlichen Einstellung. Kabarettisten kann man nur ernst nehmen, wenn ihr Vortrag authentisch und damit glaubwürdig ist. Mit ihrer opportunistischen Totalwende haben sie nicht nur ihre bisherigen Beiträge zu diesem Thema komplett über Bord geworfen, sondern reihen sich ein in den unausgesprochenen medialen Chor des »wollt ihr den totalen Krieg?«, mit all seinen schrecklichen vorhersehbaren Folgen. Für mich war das jedenfalls wirklich meine letzte »Anstalt«-Sendung und ich hoffe, dass möglichst viele das ebenso sehen.

Regio:

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