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Unendlich teuer

Der Bau eines neuen und bis zu einer Milliarde Euro teuren Konzertsaals in München ist fraglich geworden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte der Süddeutschen Zeitung (Sonnabend): »Wir können nicht alles unendlich finanzieren.« In den vergangenen zwei Jahren habe sich viel verändert, der Staat sei durch die Corona- und die Ukraine-Krise finanziell stark gefordert. Deswegen sei in bezug auf den neuen Konzertsaal eine Denkpause nötig, sagte Söder. »Die Baukosten steigen überall immens an.« Söder verwies auch darauf, dass es in München bereits den Herkulessaal, die Isarphilharmonie und das Kulturzentrum Gasteig gebe. Der Freistaat Bayern plant das Konzerthaus im Münchner Werksviertel für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Anfangs war von bis zu 400 Millionen Euro Kosten die Rede, mittlerweile standen aber schon Größenordnungen bis zu einer Milliarde Euro im Raum. Die Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, warb dennoch für den geplanten Neubau. »Es besteht weiterhin dringender Bedarf für eine eigene Spielstätte für das BR-Symphonieorchester.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.03.2022, Seite 10, Feuilleton

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