Zum Inhalt der Seite

Wegen Krieg: Hochschulen beenden Kooperationen

Berlin. Ein großer Teil der Universitäten in Deutschland hat seine Kooperationen mit russischen Partnerorganisationen ausgesetzt. Von 86 Hochschulen, die bislang mit russischen Partnern zusammenarbeiteten, hätten 78 die Zusammenarbeit nun auf Eis gelegt, ergab eine Umfrage der Welt am Sonntag. Das entspricht einer Quote von 91 Prozent. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulkonferenz, sagte dem Springer-Blatt, die Aussetzung der Kooperationen werde für die russische Regierung perspektivisch »sehr schmerzhaft« sein – »durch Auswirkungen auf die praktische Forschungsarbeit wie das internationale Prestige«. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.03.2022, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→Leserbriefe
  • Onlineabonnent*in Claudia K. aus F. 13. März 2022 um 20:30 Uhr
    Was für eine abscheuliche Heuchelei, weil die »werte«westlichen Hochschulen überhaupt keine Probleme beispielsweise mit wissenschaftlichen Kooperationen mit dem israelischen Landräuberstaat haben, dessen Politiker ihre regelmäßigen Mordaktionen als »Grasmähen in Gaza« bezeichnen. Auch all die anderen völkerrechtswidrigen Kriege und Vernichtungsaktionen des »Werte«westens bleiben ungestraft. Man kann sich nur noch voller Scham angewidert abwenden über diesen furchtbaren Russenhass! Der hässliche Deutsche erhebt wieder seine Fratze!
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!