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Berlin als Tor für Geflüchtete

Berlin. Mehr als 64.000 Flüchtlinge aus der Ukraine sind seit Kriegsbeginn in Deutschland angekommen. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag mit. Da es an den EU-Binnengrenzen keine stationären Kontrollen gibt, könnte die Zahl auch »wesentlich höher sein«, so der Sprecher. Die Deutsche Bahn setzt zur Verteilung der Geflüchteten bis zu 300 Busse täglich ein. Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping (Die Linke) forderte am Dienstag im RBB-Sender Radio eins von der Bundesregierung eine bundesweite Koordinierung der Flüchtlingsunterbringung. Da Berlin das »Tor zu Europa für die Kriegsflüchtlinge« sei, würden die Busse größtenteils zuerst die Hauptstadt anfahren, um von dort weitere Ziele anzusteuern. Mehr als zwei Millionen Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks in den letzten zwei Wochen aus der Ukraine geflohen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.03.2022, Seite 1, Inland

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  • Sabine Marber 10. März 2022 um 12:17 Uhr
    Vor Monaten wurden Bilder im Fernsehen gezeigt, wie Europa Mauern gegen Flüchtlinge baut, auf diese schießt und sie zurück in menschenverachtende Zeltstädte schickt, in denen sie unter katastrophalen Bedingungen dahinvegetiern, und billigend in Kauf nimmt, dass Flüchtlinge in europäischen Gewässern jämmerlich ertrinken. Ukrainische Flüchlinge dagegen werden von europäischen Staaten mit offenen Armen aufgenommen, unterstützt, wo es nur geht, und von Asylverfahren wird abgesehen.
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