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Literatur

Ein Traum

Foto: Sarah Holmlund/PantherMedia
Sie kommen also in friedlicher Absicht

Außerirdische landen auf dem Ozean, ihre Raumschiffe sehen aus wie New Yorker Wolkenkratzer. Sie kommen also kaum in friedlicher Absicht.

Wir fliehen und suchen unseren Sohn.

Er geht nicht ans Handy, sein Akku ist leer, wie immer, wenn man ihn dringend erreichen muss.

Wir sind nicht böse, wir haben einfach nur fürchterliche Angst.

Angehörige schieben erste Opfer in Einkaufswägen vorbei. Ihnen wurden Gliedmaße abgetrennt, sie wurden in Scheiben geschnitten, aber sie bluten nicht. Sie leben einfach weiter.

Wir haben noch nie etwas Grauenvolleres gesehen.

Und dann ruft unser Sohn nach uns.

Sie schieben ihn in einem Einkaufswagen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.01.2022, Seite 11, Feuilleton

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