Zum Inhalt der Seite
Musik

Die Erben sind versorgt

Bruce Springsteen (72) hat offenbar seine gesamten Musikrechte an den Musikkonzern Sony Music Entertainment verkauft. Das berichteten mehrere US-Medien am Mittwoch (Ortszeit). Sony und Springsteen bestätigten die Meldungen zunächst nicht. Die New York Times schrieb von einem »Megadeal«, der sowohl den Musikkatalog als auch die Songwritingrechte des Rocksängers umfasse. Die Zeitung nannte 500 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 442 Millionen Euro) oder mehr als Kaufpreis. Damit wäre es wohl der größte Musikrechtedeal eines einzelnen Künstlers. Bob Dylan hatte vor einem Jahr nur für seine Songwritingrechte etwa 300 Millionen US-Dollar erhalten.

Zuletzt hatten diverse Stars ihre Musikrechte zu hohen Millionenbeträgen veräußert. Musikkonzerne, Private-Equity-Firmen und Investoren sichern sich damit langfristig Streamingeinnahmen und gewinnträchtige Spekulationsobjekte. Sony-­Music-Chef Robert »Rob« Stringer hatte im Mai angegeben, in den vorherigen sechs Monaten 1,4 Milliarden US-Dollar in Ankäufe investiert zu haben. Springsteen war während seiner ganzen fünf Dekaden umfassenden Karriere bei Columbia Records unter Vertrag, einem Unterlabel von Sony Music, verwertete aber seine Rechte selbst. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 17.12.2021, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!