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Aus: Ausgabe vom 02.12.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: So krass

@mediasres | Dlf-Audiothek
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Böse Miene zum bösen Spiel: Mathias Döpfner sorgt für Kontinuität im Lobbying in der Medienbranche (Bonn, 27.5.2019)

Die Rechtsausleger dieser Republik scheinen sich die Knute der Staatssicherheit schon sehr zu wünschen, so gerne wie sie bei jeder Gelegenheit einen »neuen DDR-Obrigkeitsstaat« beklagen. Etwa Springer-Chefideologe Mathias Döpfner. Dass der in einer berühmt gewordenen Kurznachricht »mit schärfster Ironie« (Döpfner) gleich noch der eigenen Branche ins Nest schiss (»Propagandaassistenten«), rief in dieser nicht viel mehr als ein pikiertes Naserümpfen hervor. Döpfner bleibt Boss des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger. Warum? Weil er ihr bester Mann ist. »Es geht um Kontinuität im Lobbying«, weiß Medienjournalist Daniel Bouhs im Deutschlandfunk. Wer soll denn sonst mit Google in den Ring steigen, die Bundesregierung beharrlich um Subventionen anpumpen und die eigenen Blätter mit BDZV-Propaganda pflastern? Bouhs: »So krass ist niemand im Verlegerkreis.« Die anderen ziehen lieber den Kopf ein. Döpfner hält seinen hin, deshalb rollt er nicht – egal, was er quäkt. (pm)

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