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13.10.2021, 19:57:10 / Inland

Mecklenburg-Vorpommern: SPD will Koalition mit Linkspartei

Die Linke darf helfen: Vor der Sitzung von Landesvorstand, Lande
Die Linke darf helfen: Vor der Sitzung von Landesvorstand, Landesparteirat und Landtagsfraktion der SPD wird der Saal vorbereitet (Güstrow, 13.10.2022)

Schwerin. Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern wechselt nach 15 Jahren ihren Regierungspartner. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die mit der SPD Ende September die Landtagswahl klar gewonnen hatte, kündigte am Mittwoch in Güstrow Koalitionsverhandlungen mit der Partei Die Linke an. Die bislang mitregierende CDU, die sich in einem desolaten Zustand befindet und in der der Landesvorsitz derzeit nur kommissarisch besetzt ist, würde damit in die Opposition gehen. In der Linkspartei hatte es trotz eines ebenfalls ernüchternden Wahlergebnisses keinen Personalaustausch gegeben.

Von 1998 bis 2006 hatte die SPD im Nordosten bereits mit der PDS/Die Linke als Juniorpartner zusammen regiert. Das seinerzeit von Harald Ringstorff gegen den Willen der Bundes-SPD geschmiedete Bündnis sorgte als erste »rot-rote« Landesregierung damals für Diskussionen. Im neuen, 79 Abgeordnete zählenden Parlament verfügen beide Parteien mit 43 Sitzen über eine stabile Mehrheit. 34 Abgeordnete stellt allein die SPD. Die von Schwesig geleitete Verhandlungsgruppe hatte nach der Wahl Gespräche mit CDU und Linkspartei sowie Grünen und FDP als möglichen Regierungspartnern geführt. (dpa/jW)

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