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Antikolonialer Protest in Madrid
Madrid. In Reaktion auf den spanischen Nationalfeiertag ist am Dienstag abend ein antikolonialer Zug mit Musik und Tänzern durch die Hauptstadt Madrid gezogen. Unter dem Motto »12. Oktober. Nichts zu feiern« riefen Demonstrierende unter anderem: »Es war ein Genozid und keine Entdeckung.« Bezug genommen wurde dabei auf den Ursprung des Nationalfeiertags – den Beginn der Kolonisierung Amerikas. »Kein Vergeben, kein Vergessen, wir wollen Reparationen«, forderten Menschen aus Peru, Brasilien, Bolivien und anderen lateinamerikanischen Ländern. In einem laut verlesenen Manifest wurde unter anderem die Aufgabe des Nationalfeiertags, die Entfernung von Kolumbus-Statuen aus dem öffentlichen Raum sowie die Abschaffung des spanischen Ausländergesetzes gefordert.
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