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Aus: Ausgabe vom 30.08.2021, Seite 1 / Ausland
Kolonialkonflikt

Israels Militär beschießt Gazastreifen

Nach Zusammenstößen mit Palästinensern attackiert Luftwaffe Hamas
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Nach Bombardement durch Tel Aviv: Beschädigtes Haus einer palästinensischen Familie in Beit Hanoun am Sonntag

Nach erneuten Zusammenstößen mit Palästinensern an der Grenze des Gazastreifens hat die israelische Armee am Sonntag Ziele in dem Palästinensergebiet aus der Luft beschossen. Wie die Armee mitteilte, attackierten Kampfjets ein Gelände der Hamas, auf dem Waffen hergestellt und Kämpfer ausgebildet würden. Seit Sonnabend kommt es zu gewaltsamen Ausschreitungen. Palästinenser schickten Ballons mit Brandsätzen in Richtung Südisrael los. Meldungen zu möglichen Opfern durch die israelischen Luftangriffe gab es zunächst nicht. Nach Angaben von Sanitätern wurden elf Palästinenser bei den Zusammenstößen verletzt. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, zündeten Palästinenser bei den Protesten Autoreifen an, die israelische Armee setzte Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten ein.

Zuletzt hatten sich die Konfrontationen an der Grenze zu dem durch Israel blockierten Gebiet deutlich verschärft. Am Sonnabend war ein zwölfjähriger Palästinenser beigesetzt worden, nachdem er seinen Verletzungen erlegen war, die er vergangene Woche durch Schüsse der israelischen Armee bei Ausschreitungen erlitten hatte.

Indessen hat US-Präsident Joseph Biden in Washington dem neuen israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett anhaltende Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesagt. »Die USA werden immer für Israel da sein«, sagte Biden am Freitag beim Antrittsbesuch Bennetts im Weißen Haus. Es gebe eine »unerschütterliche Partnerschaft« zwischen den beiden Nationen, so Biden. Bennett sagte, Israel wisse, »dass wir keine besseren und verlässlicheren Verbündeten in der Welt haben als die Vereinigten Staaten von Amerika«. Sein Land werde immer an der Seite der USA stehen, fügte Bennett hinzu.

Bei den Gesprächen ging es unter anderem um den Iran. Biden sagte, die USA würden in den Beziehungen zu Teheran zunächst auf Diplomatie setzen. »Aber wenn Diplomatie versagt, sind wir bereit, uns anderen Optionen zuzuwenden.« (dpa/AFP/jW)

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