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Aus: Ausgabe vom 28.08.2021, Seite 2 / Inland
Nach Hochwasser in NRW

Wohnraum für Flutopfer geplant

NRW: Nach Julihochwasser droht Betroffenen Obdachloskeit
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Für den bevorstehenden Herbst und Winter fehlt einigen Anwohnern noch ein Dach über dem Kopf (Rech, 8.8.2021)

In Nordrhein-Westfalen soll für vom Julihochwasser Geschädigte, deren Haus im kommenden Winter nicht wieder bewohnbar ist, Ersatzwohnraum geschaffen werden. Das kündigte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Freitag in Düsseldorf an. Mit den Kommunen werde derzeit erörtert, wie groß der Bedarf sei mit Blick auf drohende Obdachlosigkeit im Herbst sowie Winter und welche Grundstücke dafür zur Verfügung stehen. Eine Zahl, wie viele Haushalte in den Flutgebieten aktuell noch ohne Energieversorgung seien, nannte die Ministerin nicht. Es würden aber immer weniger. Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Becker kritisierte das Fehlen der Bauministerin im Ausschuss des Düsseldorfer Landtags. Dort sei sie am Freitag »gar nicht erst erschienen«, betonte Becker in einer Mitteilung.

Die »schwarz-gelbe« Landesregierung rechne mit einer großen Nachfrage nach Fördermitteln für den Wiederaufbau. Scharrenbach geht von bis zu 100.000 Anträgen für Finanzhilfen aus dem privaten Bereich sowie etwa 11.000 Anträge von Unternehmen aus. Die Förderanträge könnten voraussichtlich ab dem 13. September gestellt werden. Zugleich bekräftigte die Regierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) aber auch, dass mit dem Wiederaufbau bereits begonnen werden könne. Das 30 Milliarden Euro umfassende Wiederaufbaupaket soll laut Scharrenbach auf Antrag von NRW und Rheinland-Pfalz am 10. September im Bundesrat beraten werden. »Dann wird das ganze Verfahren am Montag nach der Beschlussfassung des Bundesrates anlaufen. Das ist unser Ziel«, erklärte die Bauministerin.

NRW profitiere nach Auffassung von Laschet von der Erfahrung in den ostdeutschen Bundesländern. »Vieles beim Wiederaufbau im Osten ist sehr gelungen, und so wollen wir auch jetzt im Westen die Städte und Dörfer wieder aufbauen«, sagte er am Freitag in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Scharrenbach. Der CDU-Kanzlerkandidat gab zudem bekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (ebenfalls CDU) sich Anfang September erneut ein Bild von der Lage vor Ort machen wolle. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin sagte, ist für den 5. September ein Besuch gemeinsam mit Laschet geplant. Am 3. September schon reise sie nach Rheinland-Pfalz in die Gemeinde Altenahr. (dpa/jW)

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