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Aus: Ausgabe vom 05.08.2021, Seite 8 / Abgeschrieben

»Es schütze sich, wer kann!«

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Zur Debatte um Coronaschutzimpfungen für Kinder ab zwölf Jahren und zur Entscheidung der Sächsischen Staatsregierung, weiterführende Schulen zu Impfstationen machen zu wollen, erklärten die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Luise Neuhaus-Wartenberg, und die gesundheitspolitische Sprecherin Susanne Schaper am Mittwoch:

(…) Für diejenigen Familien, die sich für eine Impfung entscheiden, muss es niedrigschwellige Angebote geben. Deshalb begrüßen wir es, dass das Kultusministerium nun doch unseren Vorschlag aufgreift, auch an Schulen die Schutzimpfung anzubieten.

Im Kampf gegen die Pandemie, und da geht es uns besonders um die Schulen und um den Schutz von Kindern, kommt es allerdings vor allem darauf an, dass möglichst viele Erwachsene das Impfangebot wahrnehmen. Wir appellieren nochmals an alle Unentschlossenen, sich die Sache rasch zu überlegen. Eine Impfung schützt zwar nicht vor Ansteckung – das hat auch niemand jemals behauptet –, aber sie bewahrt mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit vor einer schwerwiegenden Erkrankung. Es schütze sich, wer kann!

Die Buchhandlung »Kisch & Co.« in Berlin-Kreuzberg muss am 24. August ihre Räume übergeben. Das Bündnis »Volle Breitseite« kündigte am Mittwoch Proteste an:

Am 22. April entschied das Landgericht Berlin in einem Räumungsprozess, dass die Kreuzberger Buchhandlung Kisch & Co. ihre Räumlichkeiten in der Oranienstraße 25 verlassen muss. Und nun steht auch der Termin fest: Am 24. August um 8.15 Uhr kommt der Gerichtsvollzieher. Das Bündnis »Volle Breitseite für die Oranienstr. 25« hat daher für den 24. August eine Protestkundgebung vor der Buchhandlung angemeldet. »Im kommenden Jahr hätte Kisch & Co. sein 25jähriges Jubiläum in unserem Kiez feiern können«, sagt Carola Rönneburg vom Bündnis. »Wie hier die Tetra Paks über unsere Nachbarschaft entscheiden, ist ein Skandal, und der ist auch mit der Räumung nicht vorbei.« Über ein Jahr kämpften Kund:innen, Nachbar:innen und Initiativen gegen die Verdrängung von Kisch & Co. Der Luxemburger Immobilienfonds Victoria Immo Properties, hinter dem vermutlich milliardenschwere Erb:innen des Tetra-Pak-Vermögens stehen, hatte das Haus 2019 für 35,5 Millionen Euro von der Nicolas Berggruen Berlin Five Properties GmbH & Co. KG gekauft.

Die Berliner Initiative »Deutsche Wohnen & Co. enteignen« teilte am Mittwoch mit:

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen tritt im August 2021 als Hauptsponsor des Kunstfestivals Berlin Mural Fest auf und bezahlt Street Artists dafür, ganze Fassaden von Gebäuden überall in Berlin zu gestalten. Aufgrund des Sponsorings durch die Deutsche Wohnen haben drei Künstler:innen ihre Teilnahme am Festival aus Protest kurzfristig abgesagt.

»Als Berliner Kunstschaffende verurteilen wir den Versuch der Deutsche Wohnen, sich mittels Kunstsponsoring von ihrer Verantwortung für die Berliner Wohnungskrise reinzuwaschen. Große Immobilienkonzerne wollen sich mit Kunstförderung beliebt machen, dabei zerstören sie unsere lebenswerte Stadt«, so Rosa Silva, Sprecherin der Initiative »Deutsche Wohnen und Co. enteignen« und selbst Künstlerin. Die Künstler:innen kritisieren die Vernichtung nicht-kommerzieller Orte durch die Geschäftspraktiken großer Wohnungskonzerne wie etwa Mietsteigerungen und Räumungen. Diese gefährden die Grundlagen künstlerischer Arbeit und den Zugang zur Kunst für die Öffentlichkeit. (…)

Aktionsabo »Marx für alle« für drei Monate

Die Bundesregierung und der deutsche Inlandsgeheimdienst wollen der Tageszeitung junge Welt den »Nährboden entziehen« unter anderem wegen ihrer marxistischen Weltanschauung. Mit unserem Aktionsabo  »Marx für alle« möchten wir möglichst vielen Menschen diese wissenschaftliche Sichtweise nahebringen und 1.000 Abos für die Pressefreiheit sammeln.

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