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Aus: Ausgabe vom 23.07.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Vom Westen nichts Neues

Interview | Mi., 8.10 Uhr, DLF
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Afghanistan, vom Westen ruiniert und jetzt sich selbst überlassen (Sangin-Sistrikt, 9.6.2011)

Der Westen hat den Krieg verloren. Nach 20 Jahren in Afghanistan, nach mehr als 200.000 Toten, rücken USA und EU ab. Während in der BRD diskutiert wird, in welcher Form die Bundeswehr-Soldaten zu Hause begrüßt werden sollen, drücken sich alle um die eigentliche Frage herum: Die »Afghanisierung« des Krieges ist gescheitert, bevor sie begonnen hat – die Taliban überrennen das Land. Eine Parallele in die Vergangenheit: Als die »Vietnamisierung« des Vietnamkrieges beschlossen wurde, war das Schicksal des Saigoner Regimes besiegelt: Südvietnam existierte nur noch wenige Jahre. In Afghanistan wird es deutlich schneller gehen. Der Spiegel-Journalist Christoph Reuter schiebt nun im DLF-Interview der Marionettenregierung in Kabul den Schwarzen Peter zu: Sie habe »sich und den Rest der Welt lange Zeit über die faktische Lage im Land belogen«. Das ist dummes Zeug. Der Imperialismus hat sich selbst belogen. Und lässt seine kolonialen Hilfstruppen nun schamlos im Stich. Vom Westen nichts Neues. (sc)

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