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Aus: Ausgabe vom 22.07.2021, Seite 14 / Leserbriefe

Aus Leserbriefen an die Redaktion

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Lösungen jetzt!

Zu jW vom 17./18.7.: »Tage der Verwüstung«

Jetzt endlich etwas tun für die Umwelt! Nachhaltige und dauerhafte Problemlösungen müssen her! Verlagerung der bisher nahe am Wasser gebauten Gebäude. Dabei stabile Fundamente und Bauweise. Einschränkung der privaten Automobilität, auch für SUV-Fahrer und Millionäre. Dienstwagen nur in Ausnahmefällen. Kein Sonderbonus für Erbschaftskinder, Millionäre und Milliardäre. Ökologischer Rückbau von Straßen und Parkplätzen, auch für Überflutungsgebiete. Keine künstliche Begradigung von Bächen und Flüssen. Neubau von notwendigen öffentlichen Gebäuden wie auch von privaten und gemeinnützigen Wohnanlagen unter vorrangiger Berücksichtigung von Erfordernissen des Naturschutzes. Drastische Reduzierung des privaten Pkw-Verkehrs in allen Großstädten und Geschwindigkeitsbegrenzung. Bodenversiegelung beenden! Kostenloser Nahverkehr für Geringverdiener in allen Großstädten und Gemeinden! Drastische Steuererhöhungen für die leistungslosen Vermögenden zur nachhaltigen ökologischen Sanierung von Stadt und Land in Deutschland und EU-Europa!

Reinhold Schramm, Berlin

Ein Beginn

Zu jW vom 17./18.7.: »Tage der Verwüstung«

(…) Naturkräfte haben die Regierenden erneut in Angst und Schrecken versetzt. Gegenüber Klima- und Naturforschern schaltet ihr Gehör aber sofort ab, wenn Interessen und Profite der Konzerne (…) bedroht scheinen. Ihr genialer Ausweg aus dem Dilemma (…) heißt Bepreisung. Höhere Preise sollen angeblich Klima und Natur wieder ins Gleichgewicht bringen (…), während bei den gesetzten Zielen weiterhin manipuliert und schöngerechnet wird. Ein Beginn wäre, wenn die Erde, das Land, die Agrarflächen dem Privatbesitz entzogen würden.

Roland Winkler, Aue

Auf Diät

Zu jW vom 17./18.7.: »Neuwahl vereitelt«

Was für ein erbärmliches Schauspiel: Die Nichtauflösung des Thüringer Landtages zeigt, dass alle dort vertretenen Parteien nicht würdig sind, uns zu repräsentieren. Die FDP wollte sich bei der Abstimmung enthalten. Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch. CDU und Regierungsfraktionen nutzen das Scheinargument, man wolle keine Parlamentsentscheidung, die nur mit den Stimmen der AfD herbeigeführt werden kann. Was soll das? (…) Die Wahl eines Ministerpräsidenten mit Hilfe der AfD ist natürlich abzulehnen. Aber eine Auflösung des Landtages mit den Stimmen der AfD führt doch nicht zwangsläufig zur Erpressbarkeit einer Fraktion, wie es bei der Wahl des Ministerpräsidenten der Fall ist. Wie soll es denn nun weitergehen? Die CDU-Fraktion hat schon erklärt, dass sie die Minderheitsregierung nicht weiter tolerieren will. Das kann doch nur zur Folge haben, dass Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) die Vertrauensfrage stellt oder die AfD ein konstruktives Misstrauensvotum beantragt. Was macht denn dann die CDU? Wird sie mit der AfD und der FDP dem Ministerpräsidenten die Zustimmung verweigern und so gemeinsam mit der AfD für Neuwahlen sorgen, oder wird sie bei der Vertrauensfrage den Ministerpräsidenten unterstützen? Das hat sie aber abgelehnt. Es bleibt eigentlich nur der Schluss, dass alle möglichst lange ihre Diäten kassieren wollen. (…)

Wolfgang Reinhardt, Nordhausen

Gutes Vorbild

Zu jW vom 20.7.: »Die tödlichen Schüsse von Genua«

Erwähnenswert, weil die große Geste eines geläuterten Mannes, wäre Heiner Geißler (CDU) gewesen. Sein Satz »Jesus wäre heute bei ATTAC« erfreute nicht nur Christenmenschen. 2007 wurde Geißler Mitglied bei ATTAC. Während einer Talkshow im Vorfeld des G8-Gipfels damals in Heiligendamm nahm er aus Empörung über die Repression, der die Gipfelgegner ausgesetzt waren, einen Aufnahmeantrag eines ATTAC-Vertreters an. »Ich trete bei ATTAC ein, weil ich das Recht auf gewaltfreie Demonstration, für das ATTAC eintritt, nachdrücklich unterstütze«, erklärte er seine Entscheidung. Das alles ist von einem Mann, den Willy Brandt (SPD) einmal als »den schlimmsten Hetzer seit Goebbels« bezeichnet hatte, keine schlechte Leistung.

Dr. Lutz Behrens, Plauen

Keine Entschuldigung

Zu jW vom 16.7.: »Mittlerweile bedauern das alle«

So geht das nicht! Die Entscheidung des Wahlausschusses zur DKP ist nicht »völlig überzogen«, sondern war eklatant falsch! Eine Entschuldigung der Antikapitalistischen Linken (AKL) reicht nicht. Es müssen nach so einer riesengroßen Fehlentscheidung Konsequenzen erfolgen. Dass die Vertreterin der Linken »nicht ausreichend vorbereitet« war, ist nur bedingt entschuldbar. Sie hätte sich (…) informieren können. (…)

Gerd Weißmann, per E-Mail

Religiöser Wahn

Zu jW vom 16.7.: »Contra des Tages: Markus Meckel«

Der inquisitorische Wahn dieses Theologen beim Kampf um den Endsieg der westlichen Wertegemeinschaft richtet sich auch gen Osten Europas. So ist Markus Meckel seit Dezember 2019 Präsident der Deutsch-Belarussischen Gesellschaft, welche sich primär das Ziel gestellt habe, die Verständigung und Kooperation zwischen Akteuren in Belarus und Deutschland zu fördern. Dieses tue sie im Zusammenwirken mit NGOs, Thinktanks, Experten und Aktivisten – so die Selbstdarstellung. Die Schaffung »humanitärer Korridore« für politisch Verfolgte und die Überwindung einer »dunklen Periode« mit Hilfe allseits bekannter Akteure wie der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung, eines Internationalen Bildungs-und Begegnungswerks, auch des Auswärtigen Amts dürfen nicht fehlen – zu finden auf ihrer Website. Also Einmischung, Wühlarbeit, Aufhetzen, Installieren einer Opposition, Medienkrieg bis zum Umsturz einer nicht genehmen Regierung – mit dem Ziel der Isolierung und Einkreisung der Russischen Föderation. Der Rest an Folgen ist egal – siehe Ukraine. Diese »humanitären Friedensstifter« muss man an den Pranger stellen, wo es geht.

Jürgen Claußner, Berlin

Also Einmischung, Wühlarbeit, Aufhetzen bis zum Umsturz – diese ›humanitären Friedensstifter‹ muss man an den Pranger stellen, wo es geht.

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