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Aus: Ausgabe vom 11.06.2021, Seite 1 / Kapital & Arbeit
Klassengesellschaft

Vermögen legen in Pandemie zu

Deutschland auf Platz drei im weltweiten Klub der Superreichen
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Wohin mit all dem Geld: Yachten beim »Hainan Rendezvous«, einer Luxus-Lifestyle-Show für Chinas Superreiche (Hainan, 1.4.2011)

Rund um den Globus wurde 2020 soviel Geld angehäuft wie nie. Das private Finanzvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um gut acht Prozent auf den Rekordwert von 250 Billionen US-Dollar (rund 205 Billionen Euro), wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Dazu trugen steigende Börsenkurse und wachsende Ersparnisse bei. Erstmals berücksichtigte BCG auch Sachwerte wie Grundbesitz oder Gold. Das Gesamtvermögen abzüglich Schulden belief sich so auf 431 Billionen US-Dollar.

In Deutschland stieg das private Finanzvermögen unter anderem aus Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Pensionen und Lebensversicherungen den Angaben zufolge um rund sechs Prozent auf rund neun Billionen US-Dollar. Das Sachvermögen erhöhte sich um fünf Prozent auf 13 Billionen Dollar. Abzüglich der Schulden besaßen die privaten Haushalte in Deutschland insgesamt knapp 20 Billionen US-Dollar.

Nicht überraschend: Das Vermögen ist ungleich verteilt. Vor allem der Klub der Reichen und Superreichen wuchs kräftig. Die Zahl derjenigen mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar wuchs im Krisenjahr weltweit um 6.000 auf rund 60.000. Diese besitzen den Angaben zufolge 15 Prozent des weltweit investierbaren Vermögens. In Deutschland leben demnach 2.900 Superreiche, Platz drei im globalen Ranking. An der Spitze stehen die USA, gefolgt von China.

Traditionell investierten die deutschen Reichen eher in Immobilien als in Wertpapiere, »das zeigt die Sachwertquote von knapp 60 Prozent deutlich«, analysierte Anna Zakrzewski, BCG-Partnerin und Autorin der Studie. Die Zahl der Dollar-Millionäre hierzulande erhöhte sich den Angaben zufolge um 35.000 auf 542.000. Das Beratungsunternehmen führte den Anstieg auch auf die Entwicklung des Euro-Kurses zurück, der im Vergleich zum Dollar zulegte. Das machte sich bei der Umrechnung in die US-Währung bemerkbar. Weltweit besaßen den Angaben zufolge 26,6 Millionen Menschen ein Finanzvermögen von einer Million US-Dollar und mehr, das waren 1,8 Millionen mehr als im Vorkrisenjahr. (dpa/jW)

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