Zum Inhalt der Seite
09.06.2021
Genozid an Herero und Nama

Hauptsache billig

Mit »Aussöhnungsabkommen« zum Völkermord im heutigen Namibia will Deutschland Präzedenzfall vermeiden. Protest von Herero- und Nama-Nachfahren

Von Christian Selz, Kapstadt
Am 4. Oktober 1904 war die Sprache des deutschen Repräsentanten im damaligen Deutsch-Südwestafrika eine unmissverständliche. »Innerhalb der deutschen Grenze wird jeder Herero, mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh, erschossen, ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auf sie schießen«, erklärte der Gouverneur der Kolonie, Lothar von Trotha. Sich selbst bezeichnete er in dem Schreiben als »Der große General des mächti...

Artikel-Länge: 3972 Zeichen

Damit unabhängiger Journalismus weiter möglich bleibt: Unterstützen Sie die junge Welt mit einem Abonnement und erhalten Sie Zugang zu allen Analysen, Reportagen und Kommentaren.

Dein Abo zählt!

Bitte einloggen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

56,90 Euro/Monat Soli: 72,90, ermäßigt: 38,90

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

30,90 Euro/Monat Soli: 42,90, ermäßigt: 19,90

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

56,90 Euro/Monat Soli: 72,90, ermäßigt: 38,90