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Aus: Ausgabe vom 11.05.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Sauberer Kandidat

Anne Will | So., 21.45 Uhr, ARD
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Die Wähler dürfen versichert sein: Mit Armin Laschet ginge es endlich wieder weiter wie unter dem guten alten Helmut Kohl

Hat sich CDU-Chef Armin Laschet in der Coronakrise als zu unentschlossen erwiesen, um geeignet zu sein für den Posten des Bundeskanzlers, wie Moderatorin Anne Will zu Beginn ihrer Talkshow meinte? Der rückte endlich mal die Klischees zurecht: So sei nicht sein bayrischer Widerpart Markus Söder, sondern er selbst ein neuer Helmut Kohl. Als er dann endlich etwas konkreter werden wollte, als nur Floskeln von seiner weisen Führung in die Zukunft zu äußern, und gerade zu einer Hasstirade auf China ansetzte, unterbrach ihn Will. Am schärfsten nahm ihn jedoch Luisa Neubauer von »Fridays for Future« in die Mangel. Die Klimaaktivistin prangerte an, dass er die Kandidatur Hans-Georg Maaßens in Thüringen einfach durchgehen lasse. Damit stärke Laschet die extreme Rechte und auch den Antisemitismus. Dass aber der frühere Verfassungsschutzpräsident etwas mit Antisemiten zu tun haben könnte, davon wollte Laschet noch nie gehört haben. Ach ja, und er glaubt nach wie vor an die »saubere« Kernkraft. (jt)

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