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Aus: Ausgabe vom 07.05.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Kampf einer Mutter

Zeitfragen | Mi., 19.30 Uhr, DLF Kultur
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Die Mutterfigur war von den Nazis auf ihre Rassen- und Kriegspropaganda ausgerichtet worden (Symbolbild)

Glorifizierung der Mutterfigur im deutschen Faschismus und Bedeutung der Mutterschaft für die Propaganda der Nazis betrachtete das Magazin »Zeitfragen« am Mittwoch im Deutschlandfunk Kultur. Dieser stehen der Kampf von Irmgard Litten um ihren Sohn Hans Litten gegenüber, als Rechtsanwalt berühmt geworden durch seine Vertretung von Arbeitern und Kommunisten in der Weimarer Republik. »Mimi« Litten führte seit der Gefangennahme von Hans einen jahrelangen Kampf, die Qualen ihres Sohnes in Konzentrationslagern zu lindern und seinem Schicksal international Gehör zu verschaffen. Detailliert berichtet Hans’ Nichte Patricia Litten von Onkel und Großmutter, beschreibt die Bemühungen von Mutter Litten in Nazideutschland. Im Exil erscheint 1940 ihr Buch über den Fall von Hans Litten, nachdem dieser sich im KZ Dachau das Leben genommen hatte. Das Buch erschien in Deutschland erstmals 1947 im Gebiet der späteren DDR, in der BRD erst 1984. Während Bayern Irmgard Litten nach dem Krieg als »Vaterlandverräterin« Rente und Wohnsitz versagt, wird sie in der DDR aufgenommen. (dm)

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